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VDR zu neuen Ergebnissen der PIRLS/IGLU-Studie

Mehr zu: Bildungschancen, IGLU-Studie, PISA (Studie), Schule
München, 30.11.2007 -

Der VDR-Bundesvorsitzende Albert Obert zeigte sich erfreut über das gute Abschneiden der deutschen Grundschüler bei der Schulstudie PIRLS/IGLU 2006. Die verbesserten Leseleistungen, die die Tests den deutschen Viertklässlern damit bescheinigten, werden sich auch in den folgenden Jahren bei Untersuchungen der höheren Jahrgangsstufen widerspiegeln.

Dieser Vorteil darf aber nicht durch weitere Schulstrukturexperimente zunichte gemacht werden, warnte Albert Obert. "Was im Grundschulalter gilt, kann man nicht ohne weiteres auf die höheren Jahrgänge übertragen. Während das gemeinsame Erlernen der grundlegenden Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen in den ersten vier Jahrgangsstufen durchaus seine Berechtigung hat, kommt es in den weiterführenden Schulen auf eine möglichst vielfältige Förderung der individuell unterschiedlichen Interessen und Begabungen der Schüler an."

Scharf wies der VDR-Vorsitzende die Behauptung der GEW-Vize-Chefin Marianne Demmer zurück, wonach Akademikerkinder "nicht einmal Mittelmaß sein müssen, um eine Gymnasialempfehlung zu bekommen, während Kinder ungelernter Arbeiter dafür absolute Spitzenleistungen erbringen müssen". Den Eltern einzureden, in einer Einheitsschule könnten alle Kinder unabhängig von ihren individuellen Unterschieden beim Lernverhalten das Abitur erreichen, bezeichnete er als hochgradig unseriös und gefährlich.

Mit Blick auf die fahrlässige Vorab-Veröffentlichung einiger neuer PISA-Ergebnisse begrüßte Albert Obert ausdrücklich, dass die nun verwendeten Testaufgaben mit dem Schwerpunkt Umweltwissen auch die Stärken der deutschen Schüler zum Ausdruck bringen.

Es sei jedoch verfrüht, vor Veröffentlichung des gesamten Zahlenmaterials schulpolitische Schlussfolgerungen zu ziehen.

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