"Durch die mit dem Hochschulentwicklungsplan V (HEP V) verbundenen, massiven Kürzungen, ist die Existenz der Universität Bremen bedroht", so Christian Gloede-Noweck, GEW-Landesvorstandssprecher "Als Bildungsgewerkschaft haben wir die solidarische Haltung bei der Ablehnung dieser Kürzungspläne durch Studierende, Lehrende und Beschäftigte der Universität Bremen ausdrücklich begrüßt und unterstützt." Gemeinsam mit ihnen forderte die GEW noch zu Beginn dieses Jahres die KandidatInnen der Parteien im Wahlkampf auf, alle Kürzungen im Bildungsbereich zurückzunehmen und sich für eine ausreichende öffentliche Finanzierung der frühkindlichen Bildung, aller Schulen und Hochschulen im Land Bremen einzusetzen.
Trotz heftiger Proteste machte dann der rot-grüne Koalitionsvertrag keine Aussage zu den geplanten Kürzungen und HEPV, was die GEW angesichts der Wahlversprechen und der vor der Bürgerschaftswahl mehr als bedauerlich fand.
In einer Art politischer Kraftprobe war Uni anfangs nicht bereit, sich selbst ins eigene Fleisch zu schneiden und HEP V umzusetzen, gleichzeitig weigerte sich die neue Landesregierung, auch nur eine neue Stelle zu genehmigen. In den vergangenen Monaten hat sich jedoch das Rektorat vom Akademischen Senat eine Personalpolitik auf Grundlage des HEP V legitimieren lassen, ohne den HEP V selbst zu beschließen.
Gegen diese Entwicklung mit ihren einschneidenden Folgen für die universitäre Ausbildung haben heute Studierende das Verwaltungsgebäude der Uni Bremen besetzt – aus Sicht der GEW, so Gloede-Noweck "eine verständliche Reaktion, mit der wir uns ausdrücklich solidarisieren. Mit ihnen gemeinsam sind wir nach wie vor gegen die Verschlechterung der Studienbedingungen und einer damit einhergehenden Umstrukturierung der Universität nach vermeintlichen `Exzellenzkriterien´".
Gemeinsam mit den Studierenden tritt die GEW gegen die Auswirkungen der Kürzungen an der Uni sowie im gesamten Bildungsbereich ein.
Die GEW fordert das Rektorat und den Akademischen Senat der Uni Bremen auf, alle Hochschullehrerstellen umgehend wieder zu besetzen. Die Landesregierung muss HEP V zurücknehmen.
GEW-Landesverband Bremen
Geschäftsführender Landesvorstand
E. Baumann, B. Winkelmann, C. Gloede-Noweck, H. Eisenach