Deutscher Philologenverband (DPhV)
Philologenverband beklagt unzureichende Begabtenförderung in Deutschland
Mehr zu: Deutschland, Hochbegabung, Individuelle Förderung, SchuleDeutschland tut zu wenig für seine besonders begabten und hochbegabten Schülerinnen und Schüler. Wegen dieser Zurückhaltung des Staates bei der Hochbegabtenförderung würden vor allem finanziell gut situierte Eltern ihre hochbegabten Kinder zunehmend auf Elite-Internate im Ausland schicken, kritisierte Heinz-Peter Meidinger, Vorsitzender des Deutschen Philologen-verbandes, anlässlich einer Verbandstagung in Köln.
Der Verbandschef wies zwar einerseits darauf hin, dass es bei der Verbesserung der Bildungsqualität, wie PISA 2006 zeige, in Deutschland deutlich messbare Fortschritte gebe. Er betonte aber: "Zu Recht haben die Anstrengungen in den letzten Jahren vor allem der zu großen Gruppe von Risikoschülern gegolten, die bei den internationalen Tests nicht einmal die Kompetenzstufe 1 erreicht haben. PISA hat aber trotz der insgesamt sehr überzeugenden Leistungen deutscher Gymnasiasten gezeigt, dass wir im internationalen Vergleich noch zu wenig für die Förderung der Hochbegabten tun. Für diese zu besonderen Leistungen fähigen Spitzenschüler gibt es bisher zu geringe spezielle Förderung, zu wenig Pluskurse und Zusatzangebote. Das Bekenntnis zur individuellen Förderung muss aber diese Schülergruppe miteinschließen und darf sich nicht auf Angebote für schwächere Lernende beschränken!"
Konkret forderte Meidinger für alle Gymnasien in Deutschland einen Zusatzpool von jeweils 10 Stunden, um jeder einzelnen Schule das Angebot eines spezifischen Hochbegabten-förderungsprogramms zu erlauben. Allerdings könne er sich auch eine besondere Profilierung einzelner Gymnasien im Bereich der Begabtenförderung vorstellen, sagte der DPhV-Vorsitzende. "Bislang fällt dem Staat zur Förderung von Hochbegabten nicht viel mehr ein, als diese in einer Reihe von Bundesländern ein Jahr überspringen zu lassen. Wirkliche individuelle Förderung, die auch die Kompetenzen der Spitzenschüler steigert und stärkt, von deren späterer Leistungskraft die deutsche Gesellschaft nachhaltig profitieren könnte, muss anders aussehen", hob Meidinger hervor. Er kündigte eine eigene Verbandsinitiative mit der Vorstellung von Modellen und Best-Practice-Beispielen zur Intensivierung der Begabtenförderung insbesondere an Gymnasien an.
Ansprechpartner
Hochschule
Elixiere der Exzellenz
25.05.2012. (Deutsche Universitätszeitung) Sie sind die Zukunftshoffnung mancher Universitäten: die Institutes for Advanced Studies. Konzipiert als Kreativlabore der Spitzenforschung, leben einige von ihnen vom Geld der Exzellenzinitiative. Doch was wird, wenn diese Quelle im Jahr 2017 versiegt und der Bund ...Schule
Sitzen bleiben bringt nichts
25.05.2012. (red/ots) - In vielen Familien leuchtet in diesen Wochen die Alarmstufe Rot. Der Grund: Bald gibt es Zeugnisse - und bei manchen droht die "Ehrenrunde". Genau diese würde Klaus Wenzel gern abschaffen. Warum erklärt der Vorsitzende des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes im Interview mit ...Sonderthemen
Inklusionsfilm heute im Ersten
23.05.2012. (red/pm) Nach seiner erfolgreichen Ausstrahlung im vergangenen Dezember auf BR-alpha wird der Film INKLUSION – GEMEINSAM ANDERS nun auch im Ersten gezeigt, und zwar heute um 20:15 Uhr. Paul (Max von der Groeben) ist ein sportlicher, aber geistig leicht zurückgebliebener Junge. Steffi (Paula ...- „Von 1965 bis 1975 gab es den Deutschen Bildungsrat. Dieser wurde von den Politikern aufgelöst, als er zu fortschrittlich wurde ....“
- MRotermund zu Nationaler Bildungsrat gefordert
- „Sprachstandsfeststellung? Ok! Aber doch nicht so!“
- Philsmom zu Sprachtests in NRW: Es geht nicht um die Kinder
Aktuelle Lernhilfen
|
Aktuelle Lernhilfen finden
ein Service von lernklick.de
|







Interviews -



Newsletter
Feedback