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Pressemeldung von: Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Landesschülerrat konstituiert

Kultusminister Schneider: Heute ist ein besonderer Tag für die Schülermitverantwortung in Bayern. In München konstituiert sich der Landesschülerrats - Schülerinnen und Schüler aller Schularten

München, 18.01.2008

Seit heute besteht im Freistaat Bayern erstmals eine demokratisch gewählte Vertretung aller rund 1,9 Millionen Schülerinnen und Schüler, der Landesschülerrat. Auf Einladung von Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider wurde heute von den 40 Bezirksschülersprechern und -sprecherinnen aller Schularten das sechsköpfige Gremium gewählt. Dieses wird künftig die Interessen und Anliegen der Schulerinnen und Schüler von Förder-, Haupt-, Realschulen, Gymnasien, Berufsschulen sowie Berufs- und Fachoberschulen zur Sprache bringen.

Dem Landesschülerrat gehören nach der heutigen Wahl an:

Für die Hauptschulen:
Anna Hahn von der Hauptschule Landau an der Isar

Für die Förderschulen:
Barbara Schubert von der Samuel-Heinicke-Schule, Staatlich anerkannte private Fachoberschule in München

Für die Realschulen:
Julian Ströbl von der Konrad-Adenauer-Realschule Roding

Für die Gymnasien:
Sebastian Nähr vom Sigmund-Schuckert Gymnasium Nürnberg

Für die Berufsschulen:
Bartosch Wichary von der Fachakademie am Fremdspracheninstitut der Landeshauptstadt München

Für die Berufsober- und Fachoberschulen:
Stefan März von der Staatlichen Fach- und Berufsoberschule Freising

"Heute ist ein besonderer Tag für die Schülermitverantwortung der Schulen in Bayern", freute sich Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider mit den neu gewählten Mitgliedern des sechsköpfigen Gremiums. Bereits am Donnerstagabend war er mit den 40 Bezirksschülersprecherinnen und -sprechern zu einem Austausch zusammengetroffen.

Minister Schneider ermuntert Landesschülerrat zu engagierter Arbeit

"Ich ermuntere Sie, dass Sie im Gespräch mit mir und den Mitarbeitern des Kultusministeriums die Interessen der Schülerinnen und Schüler bei zentralen Angelegenheiten des Schulwesens", lud Kultusminister Schneider die neu gewählten Schülervertretung ein. Er unterstrich: "Ich stehe voll und ganz hinter dem Landesschülerrat. Seine Mitglieder vertreten die Interessen der Schülerinnen und Schüler aller Schularten. Ihr Rat ist mir wichtig." Deshalb werde er gemeinsam mit dem Landeschülerrat ein neues Kapitel in der Geschichte der Schülervertretung Bayerns aufschlagen. Minister Schneider dankte anlässlich der Konstituierung des Landesschülerrats allen Mitgliedern der Schülermitverantwortung der Schulen in Bayern für ihre engagierte Mitarbeit, das Schulleben vor Ort positiv zu gestalten. "Sie bieten organisieren Arbeitsgruppen, gestalten Klassenzimmer und Pausenhöfe, engagieren sich gegen Mobbing und Gewalt und arbeiten an der Schulentwicklung mit", nannte Minister Schneider einzelne Aktivitäten. "Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag, dass Schule nicht nur als ein Lern-, sondern auch als ein Lebensort erfahren wird." Siegfried Schneider hatte nach seinem Amtsantritt 2005 den Wunsch von Schülern aller Schularten nach einer landesweiten Schülervertretung ernst genommen. Bereits im Schuljahr 2006/2007 war im Regierungsbezirk Schwaben ein Modell erprobt worden. Dieses wurde konzeptionell weiter entwickelt und findet nun seine Umsetzung im Landesschülerrat.

Vielfältige Aufgaben des Landesschülerrats

Der Landesschülerrat soll die Anliegen und Interessen aller Schülerinnen und Schüler vertreten. Er kann dem Kultusministerium gegenüber Vorschläge und Anregungen formulieren. Der Landesschülerrat hat bei wichtigen allgemeinen Anliegen des Schulwesens ein Informations- und Anhörungsrecht, etwa bei Änderungen des Bayerischen Gesetzes zum Erziehungs- und Unterrichtswesen oder der Schulordnungen.

Bis zum neuen Schuljahr 2008/2009 sollen die Rechte des Landesschülerrats gesetzlich verankert werden.


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