Fraunhofer-Gesellschaft kommt nach Oldenburg
"Großartige Auszeichnung für den Wissenschaftsstandort Oldenburg"
Mehr zu: Forschung, Niedersachsen, HochschuleNach der Entscheidung der Max-Planck-Gesellschaft, für die Meeresforschung zwei Nachwuchsgruppen in Oldenburg zu etablieren, wird sich auch die Fraunhofer-Gesellschaft am Standort in Oldenburg in der Hörforschung engagieren. "Das ist eine bedeutendes Ereignis für die Entwicklung Oldenburgs als Forschungsstandort und eine weitere großartige Auszeichnung für die den Wissenschaftsstandort Oldenburg und die Universität", erklärte Wissenschaftsminister Lutz Stratmann.
Das Land werde für den Aufbau der Fraunhofer-Projektgruppe 3,3 Millionen Euro bereitstellen, kündigte Stratmann an. Das seien gut investierte Mittel. Der Weltmarkt der Hörsysteme habe schon jetzt einen jährlichen Umsatz von 4,5 Milliarden Euro mit Wachstumserwartungen von fünf bis acht Prozent. In 80 Prozent aller weltweit verkauften Hörgeräte stecke ein Stück Oldenburg. Das Engagement der unter anderem bei MP3-Audio-Systemen führenden Fraunhofer-Gesellschaft werde dazu beitragen, die auch international herausragende Stellung der Oldenburger Hörforscher zu festigen und in Richtung Audio-Systeme auszubauen.
Die Fraunhofer-Gesellschaft, die größte Organisation im Bereich der angewandten Forschung, sieht die Errichtung einer Projektgruppe für Hör-, Sprach- und Audiotechnologie in Oldenburg vor. Sie soll an das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie in Illmenau angeschlossen werden und eng mit den Oldenburger Hörforschern zusammenarbeiten, die auf diese Weise auch Zugang zur Forschungsinfrastruktur der Fraunhofer-Gesellschaft erhalten.
Die Anerkennung, die die Universität Oldenburg durch die Max-Planck-Gesellschaft und die Fraunhofer-Gesellschaft jetzt erfahre, werde kurz- und langfristig große Wirkung haben, sagte Prof. Dr. Reto Weiler, Vizepräsident für Forschung. Oldenburg werde immer attraktiver für andere Forschungseinrichtungen aber auch für Firmengründer. Der Imagegewinn sei sehr hoch. Die Strategie des Präsidiums, die Forschung in den Fokus genommen zu haben, sei voll aufgegangen. Die Universität Oldenburg stehe besser da als je zuvor und sei für die Zukunft gerüstet. Das wirke sich auch auf die Lehre positiv aus und mache die Universität anziehend für künftige Studierende.
"Für uns geht ein Traum in Erfüllung. Fraunhofer in Oldenburg ist eine weitere Bestätigung für unsere Forschungsarbeit", sagte auch der Leiter des Hörzentrums und Begründer der Oldenburger Hörforschung, Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier. So werde es noch besser möglich sein, mit der Industrie zu kooperieren und Produkte zu entwickeln. In Oldenburg werde es eine Kette von der Grundlagenforschung bis zum Produkt geben.
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