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Studie zum Medienmissbrauch von Schülerinnen und Schülern

"Eltern ermutigen, Grenzen zu setzen"

Mehr zu: Medienkompetenz, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schule
Düsseldorf, 15.02.2008 -

Die nordrhein-westfälische Schulministerin Barbara Sommer und der niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann haben heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz Stellung bezogen zu den Ergebnissen der Studie "Die Pisa-Verlierer – Opfer ihres Medienkonsums".

Barbara Sommer zeigte sich besorgt darüber, dass die übermäßige und unkontrollierte Nutzung von elektronischen Medien die Bildungschancen von zu vielen jungen Menschen beeinträchtigt. Die Ministerin kündigte eine Aufklärungskampagne des Schulministeriums Nordrhein-Westfalen an: Die Lehrerinnen und Lehrer werden in der Fortbildung und im Amtsblatt verstärkt auf das Problem hingewiesen, um Eltern besser beraten zu können. Das Schulministerium nutzt seine Homepage (www.schulministerium.nrw.de) und eine im Juni erstmals erscheinende Elternzeitschrift, um Eltern zu sensibilisieren.

"Ich möchte Eltern ermutigen, Grenzen zu setzen – zum Wohle des eigenen Kindes", sagte Ministerin Sommer. Sie empfahl - basierend auf Ratschlägen der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung und der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Nordrhein-Westfalen: "Fernsehgeräte gehören nicht ins Kinderzimmer von Grundschülern. Bei Grundschulkindern sind bis zu einer Stunde Fernseh- oder Computerzeit pro Tag akzeptabel. Kinder unter zehn Jahren sollten nicht ohne Begleitung eines Erwachsenen im Internet surfen. Und: Morgens vor dem Kindergarten oder vor der Schule, während der Mahlzeiten und unmittelbar vor dem Schlafengehen sollten Fernseher oder Computer ausgeschaltet bleiben."

Minister Busemann: "Keine Bildschirme im Kinderzimmer, dieser Forderung kann ich mich nur anschließen. Zugleich müssen wir Kindern und Eltern alternative Freizeitmöglichkeiten aufzeigen und uns noch stärker um die Vermittlung von Medienkompetenz in den Schulen bemühen." Auch gute Ganztagsschulangebote, die den Kindern und Jugendlichen einen ausgefüllten und gut strukturierten Tagesablauf ermöglichten, hätten eine vorbeugende Wirkung gegenüber ungehemmtem Medienkonsum, so der Niedersächsische Kultusminister. Die Studie "Die Pisa-Verlierer – Opfer ihres Medienkonsums" des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen ist heute in Düsseldorf vorgestellt worden. Ein Ergebnis: Bereits als Viertklässler verfügen die vier PISA-Verlierergruppen in ihren Kinderzimmern über eine erheblich größere Ausstattung mit Fernseher, Spielkonsole und Computer als ihre jeweilige Gegengruppe. Die Studie ist abrufbar unter www.kfn.de oder unter www.schulministerium.nrw.de

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