Kultusminister Tesch unterstützt die Arbeit des "Max-Samuel-Hauses" in Rostock
Mehr zu: Mecklenburg-Vorpommern, Schulprojekte, StiftungenKultusminister Tesch wird auch 2008 die Arbeit des Max-Samuel-Hauses in Rostock mit 38.000 € Kulturfördermitteln unterstützen. Minister Tesch: "Die Stiftung "Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur" im Max-Samuel-Haus in Rostock leistet seit Jahren mit vielfältigen Aktivitäten und Veranstaltungen eine sehr gute Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Projekte, die im Max-Samuel-Haus in 2008 geplant sind, haben mich überzeugt. Sie verdienen unsere volle Unterstützung."
Ein Themenschwerpunkt 2008 liegt auf dem Projekt "Verfemte Musik". Die Kinderoper "Brundibar" war eine kulturelle Hochleistung verfemter Musik unter extremsten Bedingungen sowie Mitteln zur Selbstbehauptung und zur Stärkung des Überlebenswillens im Konzentrationslager. Das Max-Samuel-Haus inszeniert diese Kinderoper in Zusammenarbeit mit dem Käthe-Kollwitz-Musik-Gymnasium Dierkow.
Die in 2007 begonnene Reihe von Gesprächskonzerten zur "Verfemten Musik" wird 2008 mit sechs Konzerten fortgesetzt werden. Weiterhin wird zur Rostocker Malerin Dörte Helm-Heise eine erste große Werk-Retrospektive erstellt. Ebenso will das Max-Samuel-Haus mit einer Kabinettsausstellung und begleitenden Filmveranstaltungen die Leistungen der Publizistin Lotte H. Eisner als Filmhistorikerin würdigen, vor allem aber den Bezug zu Rostock deutlich machen.
Zum 70. Jahrestag der "Reichspogromnacht" soll im November 2008 die Publikation "Gedenkbuch Rostocker Opfer des Holocaust" erscheinen. Die Publikation wird die 90 bisher bekannten und dokumentierbaren Rostocker Jüdinnen und Juden vorstellen, die als Opfer der NS-Judenverfolgungen in Theresienstadt, Auschwitz oder Bergen-Belsen ermordet wurden oder die sich vor dem Hintergrund der Verfolgungen das Leben nahmen.
Abgerundet wird das diesjährige Programm mit Zeitzeugenarbeit, Forschungsprojekten, Kabinettsausstellungen, Jugendprojekten einschließlich Angeboten von Projekttagen und Projektwochen zu Themenbereichen der jüdischen Geschichte, des Holocaust, der jüdischen Religion, der NS-Zeit, des Antisemitismus in der Gegenwart, Israel und dem Nahostkonflikt.
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