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Gläserner Schüler: pseudonym ist nicht anonym

Mehr zu: Bayern, Datenschutz, Elternarbeit, Schulorganisation, Schule
Lauf / München, 28.03.2008 -

Der Bayerische Elternverband (BEV) hält die von der Staatsregierung geplante Schuldatenbank nach wie vor für nicht mit dem Datenschutz vereinbar. Der BEV hatte schon im Landesschulbeirat seine Bedenken geltend gemacht. Bei dem jetzt vorliegenden Gesetzentwurf zur Verarbeitung von Schülerdaten sei nicht gewährleistet, dass die Schüler wirklich anonym bleiben. "So spannend es auch für uns Elternvertreter wäre, Schulkarrieren zu verfolgen, so kritisch sehen wir die Umsetzung", sagte Isabell Zacharias, die Landesvorsitzende des BEV.

Die Daten der Schüler würden in der amtlichen Schuldatenbank für manche Vorgänge anonymisiert. Für andere erhielten die Schüler aber nur ein Pseudonym. "Es ist bei aller Verschlüsselungstechnik aber nie völlig auszuschließen, dass ein Pseudonym aufgedeckt wird, sonst könnte man die Daten ja auch gleich gänzlich anonymisieren", sagte Zacharias. "Und dann haben wir den gläsernen Schüler."

Den Gesetzesentwurf finden Sie auf der Website des Kultusministeriums unter www.stmuk.bayern.de/km/aktuelles/06213/index.shtml

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