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Bessere Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler

Neues Förderprogramm beim BIBB

Mehr zu: Berufsberatung, Berufsorientierung, Übergang zur Berufsausbildung, Berufliche Bildung, Schule
Bonn, 03.04.2008 -

Jugendliche, die nach dem Ende ihrer Schulzeit einen Ausbildungsberuf ergreifen wollen, benötigen vor allem eins: realistische Vorstellungen über die Berufswelt sowie über ihre eigenen Fähigkeiten und Interessen. Eine frühzeitige - in der Regel in der 8. Klasse einsetzende - individuelle Berufsorientierung erleichtert es auch den Betrieben, rechtzeitig qualifizierten Fachkräftenachwuchs zu gewinnen. Mit dem neuen Angebot einer frühzeitigen, praxisbezogenen und systematischen Berufsorientierung fördert das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ab sofort überbetriebliche oder vergleichbare Berufsbildungsstätten, die Jugendlichen an allgemein bildenden Schulen den Übergang von der Schule in eine duale Berufsausbildung erleichtern. Das BIBB führt das neue Programm im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durch. Es soll auch dazu beitragen, das Interesse der Schülerinnen und Schüler an einem erfolgreichen Schulabschluss zu vergrößern und zugleich die Chancen auf einen Ausbildungsplatz erhöhen.

Die Maßnahmen zur verbesserten Berufsorientierung geben den Jugendlichen die Gelegenheit, für zwei Wochen in einer überbetrieblichen oder vergleichbaren Berufsbildungsstätte praktische Erfahrungen in drei berufsspezifischen Werkstätten zu sammeln. Unter Anleitung einer Ausbilderin oder eines Ausbilders sollen die Jugendlichen bei praktischer Arbeit ihre Fähigkeiten und Neigungen in wahlweise drei - vor allem handwerklichen - Berufen erproben. Die Berufsorientierung schließt mit einer Zertifizierung ab. Diese soll den Schülerinnen und Schülern sowie möglichen Ausbildungsbetrieben als Entscheidungshilfe für die spätere Berufswahl beziehungsweise für die Übernahme in ein Ausbildungsverhältnis dienen.

Überbetriebliche Berufsbildungsstätten (ÜBS) sind aufgrund ihrer wichtigen Rolle in der dualen Berufsausbildung an der Nahtstelle zwischen Schule und Wirtschaft, ihrer Praxisnähe und vielseitigen Ausrichtung, ihrer Ausstattung, Erfahrung und Kompetenz des Lehrpersonals bestens geeignet, Schülerinnen und Schüler durch Berufsorientierungsmaßnahmen auf das Berufsleben vorzubereiten und den Weg in eine Berufsausbildung zu ebnen. Zudem verfügen die ÜBS über eine flächendeckende Struktur, die bundesweit wirksame Impulse geben kann. Auch vergleichbare Bildungsstätten, die über eine entsprechende Erfahrung in der beruflichen Erstausbildung verfügen, kommen als Träger oder als Kooperationspartner für die Übernahme dieser neuen Aufgaben in Frage.

Das Bundesbildungsministerium stellt für das neue Programm bis 2010 jährlich 15 Millionen Euro zur Verfügung. Neben der Durchführung wurde das Bundesinstitut für Berufsbildung auch mit der Evaluierung des Förderprogramms betraut. Dabei sollen auch die Auswirkungen auf die Motivation der Jugendlichen untersucht werden.

Weitere Informationen im Internetangebot des BIBB unter http://www.bibb.de oder unter der Telefon-Hotline 0228 / 107-1031.

Weitere Auskünfte im BIBB erteilt:
Renate Lauterbach, E-Mail: lauterbach@bibb.de

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