Ministerium für Bildung des Saarlandes
Sachkenntnis und Gesprächsfähigkeit führen zum Landessieg
Pascal Kihm vom Saarpfalz-Gymnasiums in Homburg und Nina Rectenwald vom Gymnasium am Stefansberg in Merzig siegen beim Landesfinale von Jugend debattiert in Saarbrücken
Mehr zu: Berufsschule, Saarland, Stiftungen, Wettbewerbe, SchulePascal Kihm und Nina Rectenwald sind die Sieger des Landeswettbewerbs Jugend debattiert 2008 im Saarland. In zwei Debatten zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen überzeugten die jugendlichen Rednerinnen und Redner Jury und Publikum im Tagungszentrum des Saarländischen Rundfunkes auf dem Halberg. Der 15jährige Pascal Kihm ist Schüler der 9. Klasse des Saarpfalz-Gymnasiums in Homburg, die 17jährige Nina Rectenwald besucht die 12. Jahrgangsstufe des Gymnasiums am Stefansberg in Merzig. Auf mehreren Ebenen hatten sich die beiden Landessieger gegen ihre Mitstreiter durchgesetzt und vertreten das Saarland beim Finale des Bundeswettbewerbs Jugend debattiert, der im Juni in Berlin durchgeführt wird. Bundespräsident Horst Köhler, Schirmherr des Projekts, wird am 15. Juni 2008 den überzeugendsten Rednern die Siegerurkunden persönlich überreichen. Als Preis erhalten die Landessieger ein dreitägiges professionelles Rhetorik-Training, das sie auf das Bundesfinale vorbereitet.
Rund 180 Gäste verfolgten im Tagungszentrum des Funkhauses Halberg faire und spannende Streitgespräche der acht jugendlichen Rednerinnen und Redner, die zum sechsten Landesfinale von Jugend debattiert angetreten waren. "Soll im Saarland Lernmittelfreiheit eingeführt werden?", lautete das Thema, über das die vier Finalisten der Klassen 8 bis 10 engagiert debattierten. Pascal Kihm setzte sich in der Endrunde gegenüber Anna Berlich vom Saarpfalz-Gymnasium in Homburg (2. Platz), Lena-Marie Funke vom Gymnasium am Steinwald in Neunkirchen (3. Platz) und Julia Münster vom Ludwigsgymnasium in Saarbrücken (4. Platz) durch.
In der Jahrgangsstufe 11-13 überzeugte Nina Rectenwald vor Sarah Marx vom Wirtschaftsgymnasium in Saarbrücken (2. Platz), Lisa Recktenwald vom Gymnasium am Steinwald in Neunkirchen (3. Platz) und Katrin-Rebecca Kiefer vom Warndt-Gymnasium in Völklingen-Geislautern (4. Platz). "Soll die Kohleförderung im Saarland sofort eingestellt werden?", hieß die Frage, zu dem die Oberstufenschüler ihr Pro und Contra in einem spannenden aber fairen Wortgefecht einbrachten.
Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerin für Bildung, Familie, Frauen und Kultur des Saarland, sagte: "Ich gratuliere den Landessieger ganz herzlich und wünsche ihnen viel Erfolg beim Bundesfinale in Berlin. Es freut mich sehr, dass Jugend debattiert an den saarländischen Schulen auf großes Interesse stößt. Denn Jugend debattiert fördert die sprachliche und politische Bildung sowie die Meinungs- und Persönlichkeitsbildung".
Der Landeswettbewerb Jugend debattiert Saarland ist ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung in Kooperation mit dem Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft des Saarlandes. Medienpartner ist der Saarländische Rundfunk mit dem Sender UNSERDING. 18 Schulen, etwa 75 Lehrkräfte und über 2200 Schüler ab Klasse 8 an Haupt-, Real-, Gesamtschulen, Gymnasium sowie Berufsschulen beteiligen sich daran. Bundesweit sind über 70.000 Schüler und 543 Schulen bei Jugend debattiert mit dabei.
Dr. Antje Becker, Geschäftsführerin der Hertie-Stiftung, betont den Gewinn für alle beteiligten Schüler: "Von Jugend debattiert profitieren nicht nur die Sieger, sondern alle Schülerinnen und Schüler, die beim Wettbewerb mitmachen. Sie können viel aus den Unterrichtseinheiten zur Rhetorik mitnehmen und in allen Lebensbereichen anwenden."
Jugend debattiert will zum qualifizierten Mitreden und Mitgestalten in der Demokratie ausbilden. Das Projekt fördert die Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen unserer Gesellschaft. Der Schülerwettbewerb folgt klaren Regeln. Debattiert wird jeweils zu viert über praktische Fragen wie: "Sollen Läden auch an Sonntagen geöffnet sein?" Jeder hat zu Beginn zwei Minuten ungestörte Redezeit. Anschließend folgen zwölf Minuten Freie Aussprache. Für das Schlusswort steht jedem Teilnehmer eine Minute zur Verfügung. Dabei darf er seine Meinung auch ändern. Eine Jury bewertet Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft der Schüler.
Nähere Informationen sowie Fotos der Finaldebatten sind im Internet zum Herunterladen verfügbar: www.jugend-debattiert.ghst.de
Kontakt:
Markus Bissinger
Pressearbeit Bundeswettbewerb Jugend debattiert
Tel: 06251.984937
Fax: 06251.984938
E-Mail:
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