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Pressemitteilung des BundesElternRates zur bundesweiten Umfrage des BundesElternRates und FOCUS-SCHULE

Mehr zu: Deutschland, Ranking, Sport, Statistik, Schule
Jena, 07.05.2008 -

Der Bundeselternrat strebt an, die Eltern in ihrem Erziehungsauftrag zu unterstützen, die Mitbestimmung der Erziehungsberechtigten im Schulwesen zu fördern und die Rechte der Eltern bei den das Schulwesen berührenden Entscheidungen zu wahren. So legt es die Satzung des Bundeselternrates fest: Eltern stärken in ihrem Umgang mit Schulen. Dies heißt zu aller erst auch: Eltern informieren über Schulen. Genau aus diesem Grund unterstützt der Vorstand des Bundeselternrates ein Anliegen der Zeitschrift FOCUS-SCHULE, die ja in der Elternarbeit bekannt ist und – dies sei allen Kritikern der Aktion gesagt - nicht zu verwechseln ist mit dem Nachrichtenmagazin FOCUS.

Worum geht es? Es wurden bundesweit die Elternvertretungen der Schulen angeschrieben, mit der Bitte, einen Fragebogen in Bezug auf die eigene Schule auszufüllen, in dem Themenbereiche wie Gebäude und Ausstattung, Betreuung und Essen, Lernen/Unterricht, Umgang mit Schülern, Kommunikation Schule-Eltern, Zusammenarbeit mit externen Partnern und Ihre Einschätzung abgefragt werden.

Weshalb hat der Vorsitzende des BundesElternRates dieses Anschreiben gemeinsam mit der Chefredakteurin von FOCUS-SCHULE unterschrieben? Weil es immer eine Frage für den BER war, wie können Eltern Informationen über Schulen, die für Ihre Kinder in Betracht kommen, zugänglich gemacht werden? Wie kann transparent dargestellt werden, welche Besonderheiten die einzelnen Schulen auszeichnen? Die Fragebogenaktion wird getragen von dem Bemühen, eine solche Datengrundlage zu erstellen und sie dann dem BER und damit den Eltern zur Verfügung zu stellen.

Welche Intention hat der Bundeselternrat? Nehmen Sie an, Sie ziehen in ein anderes Bundesland in eine größere Stadt und suchen eine neue Schule für Ihr Kind, beispielsweise ein Gymnasium mit einem Leistungsfach Sport und einem Fremdsprachenangebot Chinesisch. Eine solche Datenbank würde Ihnen die Schulen mit dem gewünschten Profil ausgeben und Sie können sich anschließend vor Ort Ihr eigenes Bild machen. Dies ist nur ein Beispiel, aber es macht klar, worum es dem Bundeselternrat nicht geht: Es geht nicht um ein Schulranking! Diese Position des BER war in den vorbereitenden Gesprächen immer klar und dies hat auch die Redaktion der Zeitschrift noch einmal öffentlich gemacht. Insofern läuft der Vorwurf der GEW ins Leere.

Wie kam der Fragebogen zustande? Dazu gab es mehrere Gesprächsrunden Ende letzten Jahres in der Redaktion von FOCUS-SCHULE in München. Neben der Redaktionsleitung waren vertreten das bayrische Kultusministerium, die Bundes-Direktoren-Konferenz, eine wissenschaftliche Begleitung von der Universität Erlangen-Nürnberg und für die Eltern ein Mitglied des Hauptausschusses des Bundeselternrates aus Bayern. Der Vorstand des BER wurde im Dezember 2007 über den aktuellen Stand informiert. Auf einer Fachtagung des Bundeselternrates im Januar 2008 wurde das Projekt vorgestellt und zustimmend aufgenommen.

Lässt sich der Fragebogen verbessern? Vermutlich ja, denn es gibt nicht die eine einzige Wahrheit. Dennoch kann festgestellt werden, dass der vorliegende Fragebogen nach bestem Wissen der Beteiligten erarbeitet wurde. Er kann verstanden werden als ein erster ernsthafter Versuch. Konstruktive Veränderungsvorschläge sind willkommen.

Darf sich der Bundeselternrat mit einem "kommerziellen Magazin" einlassen? Der Vorstand des Bundeselternrates ist an bundesweiten Daten für die Eltern der Bundesrepublik Deutschland interessiert und möchte sie Eltern bei Bedarf zugänglich machen. Da sind zunächst ganz unterschiedliche Partner denkbar, etwa die Kultusministerkonferenz. Aber die Förderalismusreform setzt strikte Grenzen in Bezug auf bundesweite Bildungszuständigkeiten.

Wie können die zwischenzeitlich entstandenen Missverständnisse ausgeräumt werden? Indem man miteinander spricht, statt übereinander per Presseerklärungen zu reden. Die GEW hatte im Vorfeld zu Ihrem Boykott-Aufruf weder den Kontakt zum Bundeselternrat noch zur Redaktion von FOCUS-SCHULE gesucht. Dasselbe gilt für Elternverbände, die sich zwischenzeitlich zu Wort gemeldet haben.

Aus diesem Grund sieht sich der Vorstand des Bundeselternrates nunmehr seinerseits veranlasst, sich öffentlich zu äußern und hofft auf diese Weise, die Wogen, die ein wenig an einen Sturm im Wasserglas erinnern, zu glätten.

Jena, 06.05.2008,Für den Vorstand
Dr. Jörg Vogel, Stellvertretender Vorsitzender des BER

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