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Pressemeldung von: Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Landeswettbewerb der JUNIOR-Schülerfirmen in Mainz

Englert und Reiß: Selbstständigkeit erfolgreich ausprobiert / Schülerfirma aus Kirner Gymnasium gewinnt mit origineller Unterstützerfirma für rauchfreie Schule

Mainz, 07.05.2008

Der Sieger des JUNIOR-Landeswettbewerbs Rheinland-Pfalz 2008 heißt "micaja". Die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer des Gymnasiums Kirn haben bei der Endausscheidung in der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) GmbH die Jury mit ihrer Geschäftsidee überzeugt. Sie haben leere Zigarettenschachteln in Behälter mit verschiedensten Inhalten, die für den täglichen Gebrauch sehr nützlich sind, umgewandelt und dann verkauft. Der Landessieger wird Rheinland-Pfalz beim Bundeswettbewerb am 16. Juni 2008 in Frankfurt am Main vertreten.

Bildungsstaatsekretärin Vera Reiß und Prof. Dr. Siegfried Englert, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, zeichenten zudem mit dem zweiten Preis die Firma "PARATIER" aus dem Gymnasium Nieder-Olm aus, die einen Wegbegleiter / Talisman für Kinder entwickelt und vertrieben hatten. Das zweitplatzierte Unternehmen erhielt einen Geldpreis in Höhe von 250 € für eine Abschlusshauptversammlung, gestiftet von der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU). Dritter wurde "fixwandern" von der BBS Rodalben mit ihrem Kinderwanderführer rund um Rodalben. Das Unternehmen wurde mit einem Scheck im Wert von 150 € von der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) GmbH prämiert. Zudem erhielt jeder Mitarbeiter einen Reiseführer von Rheinland-Pfalz sowie eine Rheinland-Pfalz & SaarlandCard, die für 24 Stunden kostenfreien Eintritt in eine Vielzahl von Museen und Freizeiteinrichtungen im ganzen Land ermöglicht.

Weitere Preise wurden gestiftet von der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU) und der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) GmbH. Sie wurden überreicht von Dr. Gerhard F. Braun, LVU-Präsident, und Hans-Joachim Metternich, Sprecher der ISB-Geschäftsführung.

Staatssekretär Prof. Dr. Englert zeigte sich davon überzeugt, "dass die Jugendlichen durch die Teilnahme am JUNIOR-Projekt einen wirklichkeitsnahen Einblick in eine Unternehmensführung und in Wirtschaftsabläufe erhalten haben, die ihnen niemand nehmen kann". Englert lobte vor allem die Kreativität und Professionalität der Schülerinnen und Schüler: "Der Ideenreichtum der JUNIOR-Unternehmen zeigt, dass sich der Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz auch in Zukunft auf ideenreiche Gründerinnen und Gründer freuen kann." Staatssekretärin Vera Reiß hob hervor, dass JUNIOR zu den anspruchsvollsten Projekten im Bereich Schule und Wirtschaft zählt: "Wer hier erfolgreich tätig ist, lernt auf verschiedenen Ebenen zu denken und zu handeln." Reiß zeigte sich zuversichtlich, "dass neben den konkreten und vielfach auch im wörtlichen Sinne greifbaren Ergebnissen, die die JUNIOR-Unternehmen vorzuweisen haben, auch das schulische Lernen profitiert, indem die Bereitschaft gestärkt wird, Verantwortung für sich selbst und das Team zu übernehmen."

Im JUNIOR-Wettbewerb entwickeln jeweils 10 bis 15 Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse im Rahmen des Projektes gemeinsam eine Geschäftsidee und gründen für die Dauer eines Jahres eine eigene Firma in Form einer Aktiengesellschaft. Durch den Verkauf von Aktien (meist an Eltern und Verwandte) beschaffen sie das Grundkapital für die Umsetzung. Betreut von einer Lehrkraft der JUNIOR-Geschäftsstelle des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln und möglichst einem Wirtschaftsunternehmen aus der Region wird das "Mini-Unternehmen" realitätsnah geführt. Nach Ablauf eines Jahres wird die Firma nach vorgegebenen Regeln wieder aufgelöst, mögliche Gewinne werden an die Aktienbesitzer ausgegeben.

"Die Fülle an Geschäftsideen bei den Schülerinnen und Schülern ist jedes Mal beeindruckend und bestätigt erneut die Erkenntnis, dass unternehmerische Initiative die Erneuerungsfähigkeit und den Fortschritt unserer Marktwirtschaft ausmacht", sagte Hans-Joachim Metternich (ISB). Und Präsident Dr. Gerhard F. Braun (LVU) ergänzte: "Junge Menschen lernen spielerisch und gleichzeitig realitätsnah wirtschaftliches Denken und Handeln – das unterstützen und fördern wir ausdrücklich", erklärt der Präsident der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU), Dr. Gerhard F. Braun. Gerade für Jugendliche sei es wichtig, sich praktisch mit solchen Themen auseinander zu setzen: "Was es heißt Verantwortung für Personal und Budgets zu übernehmen lernt man nicht aus dem Schulbuch, sondern nur durch eigenes Tun", so Dr. Braun. Er hofft, dass das JUNIOR-Projekt dauerhaft unternehmerisches Denken fördert und mehr Schülerinnen und Schüler ermutigt, später in die Selbständigkeit zu gehen.


Zur Veröffentlichung freigegeben - Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz / bildungsklick.de


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