"Der Koalitionskompromiss Primarschule hat uns darin bestärkt, nach der erfolgreichen Volksinitiative nun auch den zweiten Schritt in Richtung Eine Schule für Alle zu gehen," erklärt Klaus Bullan, Vorsitzender der GEW Hamburg und Mitinitiator der Initiative `Eine Schule für Alle´. "Unser Ziel ist und bleibt, Schulkindern das gemeinsame Lernen bis zum Ende der Pflichtschulzeit zu ermöglichen. Der Koalitionsvertrag sieht das nicht vor.
Die Selektion wird bestenfalls um zwei Jahre nach hinten verschoben und es droht durch die verschiedenen Formen der Primarschule die soziale Selektion bereits vor der Einschulung.
Die Initiative zum Erhalt der Gymnasien, so wie sie heute sind, gibt keine Antworten auf die drängenden Fragen, wie Chancengleichheit und Leistungsfähigkeit an allen Schulen vorangebracht werden können.
Wir wissen, dass das Bedürfnis nach gemeinsamem Lernen groß ist und sind deshalb sehr optimistisch, dass wir die 60.000 Stimmen für die Eine Schule für Alle zusammentragen werden."
Die Initiative hat heute offiziell das entsprechende Volksbegehren in Rathaus angemeldet. Dieser zweite Schritt des Volksgesetzgebungsverfahrens ist erfolgreich, wenn sich mindestens 60.000 Hamburger und Hamburgerinnen mit ihrer Unterschrift für die `Eine Schule für Alle´ aussprechen. Die Unterschriften werden in einem dreiwöchigen Zeitfenster im Herbst - vom 19. September bis zum 10. Oktober - auf der Straße und bei Veranstaltungen gesammelt.