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Wissenschaftsministerin Stange: Sächsische Fachhochschulen erweitern ihr Angebot in besonders nachgefragten Fächern

Zielvereinbarungen mit Fachhochschulen zur Umsetzung des Hochschulpaktes 2020 unterzeichnet

Mehr zu: Fachhochschule, Fachkräftebedarf, Hochschulpakt, Sachsen, Hochschule
Dresden, 16.05.2008 -

Die fünf staatlichen Fachhochschulen in Sachsen erweitern ihr Angebot in den nächsten Jahren deutlich. "Zur Umsetzung des Hochschulpaktes 2020 haben wir mit den Fachhochschulen Zielvereinbarungen abgeschlossen, mit denen sie sich verpflichten, 255 zusätzliche Plätze für Studienanfänger bereit zu stellen", sagte heute die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Dr. Eva-Maria Stange.

Jeder Fachhochschule werden dazu jährlich 600.000 Euro aus den Bundesmitteln zum Hochschulpakt 2020 zur Verfügung gestellt. Damit werden auch etwa 50 befristete Stellen für Professuren, Lehrkräfte für besondere Aufgaben und Laboringenieure geschaffen.

Staatsministerin Stange: "Besonders die Kapazitäten in den stark nachgefragten Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften können mit den zusätzlichen Mitteln ausgebaut werden, um den absehbaren Fachkräftemangel der nächsten Jahre abzufedern. Aber auch neue Studiengänge wie beispielsweise im Bereich Frühpädagogik können ab dem kommendem Studienjahr an den Fachhochschulen angeboten werden."

So wird an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig ein berufsbegleitender Bachelorstudiengang "Frühpädagogik-Leitung/Management" aufgebaut, um den Bedarf an Absolventen mit akademischer Ausbildung im diesem Bereich zu decken. 30 Studienanfänger pro Jahr können hier ab dem Studienjahr 2008/09 studieren.

Die Hochschule Zittau/Görlitz plant den Bachelorstudiengang "Pädagogik der Frühen Kindheit" im Direktstudium mit 30 Studienanfängern ab Studienjahr 2009/2010.

Weitere neue Studienangebote sind "Management im Gesundheitswesen" an der Hochschule Zittau/Görlitz (30 Studienanfänger ab Studienjahr 2008/09) und Logisitik an der HTWK Leipzig (40 Studienanfänger ab Studienjahr 2009/10.)

Folgende Erweiterungen der Aufnahmekapazitäten sind in den Zielvereinbarungen verankert: An der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden können ab 2008 in den Studiengängen Allgemeiner Maschinenbau, Kfz-Technik, Chemieingenieurwesen und Elektrotechnik zehn Prozent mehr Studierende als 2005 ein Studium beginnen (insgesamt 40 zusätzliche Studienanfängerplätze). Die Westsächsische Hochschule Zwickau erhöht die Aufnahmekapazitäten in den Fächern Maschinenbau und Kfz-Technik sowie im Gesundheitsund Pflegemanagement und reagiert damit auf den erhöhten Bedarf der Wirtschaft (insgesamt 95 zusätzliche Studienanfängerplätze.)

An der Hochschule Mittweida werden im Studiengang Biotechnologie/Bioinformatik über 50 Prozent mehr Studienanfänger (25 zusätzliche Studienanfängerplätze) aufgenommen. Damit kann dem großen Bedarf des Arbeitsmarktes und insbesondere der großen Nachfrage durch junge Frauen besser entsprochen werden. In der Zielvereinbarung verpflichtet sich die Hochschule Zittau/Görlitz zur Schaffung eines Ausbildungsverbundes Kooperative Ingenieurausbildung, mit dem eine Verdoppelung der Studienanfängerzahlen im kooperativen Studium in den Fächern Elektrotechnik, Mechatronik, Energie- und Umwelttechnik, Maschinenbau und Bauingenieurwesen erzielt werden soll.

Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig will 100 Studienplätze mehr in stark nachgefragten Fächern, wie z.B. Elektrotechnik, Maschinen- und Energietechnik, anbieten.

Mit dem Hochschulpakt 2020 hat sich der Freistaat Sachsen verpflichtet, bis 2010 die Zahl der Studienanfänger von 2005 (für Sachsen insgesamt 19.940 Studienanfänger) zu halten. Im Jahr 2007 waren an sächsischen Hochschulen insgesamt 20.847 Studienanfänger im ersten Hochschulsemester eingeschrieben, davon an den fünf Fachhochschulen im Geschäftsbereich des SMWK 5509 Studienanfänger. Das sind acht Prozent mehr als im Bezugsjahr 2005.

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