VBE: Evaluieren, analysieren, vergleichen - Schüler werden durchs Diagnostizieren allein auch nicht besser
Mehr zu: Baden-Württemberg, Forschung, Hauptschule, Lernstandserhebung, Lesekompetenz, SchuleEs gab einmal eine Zeit, da wurde jede Woche mindestens ein Deutschdiktat geschrieben, weil man glaubte, dass durch den Druck regelmäßiger Tests die Leistung der Schüler gesteigert werden könnte. Von solchen Methoden sei man glücklicherweise abgekommen, bestätigt der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg. Dafür starre man nun auf die Ergebnisse der Evaluation, der Vergleichs- und Diagnosearbeiten, der Bildungsstandards - und nun auch auf die Kompetenzanalyse in der siebten Klasse der Hauptschule. Es sei für Schüler wenig hilfreich, wenn zwar mehr diagnostiziert, aber danach nicht mehr geholfen werde. Außerdem lasse der auf Testergebnisse eingeengte Blickwinkel die Bedeutung des Wegs zum Ziel als zu nebensächlich erscheinen.
Während es einerseits Stimmen gibt, die die Noten in der Schule ganz abgeschafft haben wollen, werden andererseits Schüler mit immer mehr standardisierten Tests, Diagnose- und Vergleichsarbeiten, zentralen Klassenarbeiten und jetzt auch mit der Kompetenzanalyse "beglückt". Im Schlagschatten internationaler Vergleichstests werden Kinder und Jugendliche heute allzu gern - mit durchaus hehren Absichten - in Raster gepresst, welche mit Unterstützung der Computer statistische Auswertungen und Vergleichbarkeit erleichtern.
Wenn Schulen dem Leitbild folgen "Wir machen Kinder stark", lasse sich das nur schwer evaluieren, heißt es von Seiten des VBE, zu tiefgehend und zu vielschichtig sind die Anforderungen, die daran gestellt werden. Immer deutlicher kristallisiert sich aber heraus, dass Schulen eben keine Wirtschaftsunternehmen sind, sich daher auch nicht mit deren Methoden messen und steuern lassen und dass Vergleichsstudien wie Pisa pädagogische Erfolge nur in Fragmenten erfassen. Der Messbarkeitswahn verlangt nach harten Fakten, und so ist es nur natürlich, dass vor allem Lesekompetenz, Sprachen, Mathematik und Naturwissenschaften in den Fokus der Untersuchungen rücken und "abgefragt" werden und nicht etwa soziale Kompetenzen, Arbeitszufriedenheit und die psychische Stabilität der Schüler.
Ansprechpartner
Hochschule
Elixiere der Exzellenz
25.05.2012. (Deutsche Universitätszeitung) Sie sind die Zukunftshoffnung mancher Universitäten: die Institutes for Advanced Studies. Konzipiert als Kreativlabore der Spitzenforschung, leben einige von ihnen vom Geld der Exzellenzinitiative. Doch was wird, wenn diese Quelle im Jahr 2017 versiegt und der Bund ...Schule
Sitzen bleiben bringt nichts
25.05.2012. (red/ots) - In vielen Familien leuchtet in diesen Wochen die Alarmstufe Rot. Der Grund: Bald gibt es Zeugnisse - und bei manchen droht die "Ehrenrunde". Genau diese würde Klaus Wenzel gern abschaffen. Warum erklärt der Vorsitzende des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes im Interview mit ...Sonderthemen
Inklusionsfilm heute im Ersten
23.05.2012. (red/pm) Nach seiner erfolgreichen Ausstrahlung im vergangenen Dezember auf BR-alpha wird der Film INKLUSION – GEMEINSAM ANDERS nun auch im Ersten gezeigt, und zwar heute um 20:15 Uhr. Paul (Max von der Groeben) ist ein sportlicher, aber geistig leicht zurückgebliebener Junge. Steffi (Paula ...- „Von 1965 bis 1975 gab es den Deutschen Bildungsrat. Dieser wurde von den Politikern aufgelöst, als er zu fortschrittlich wurde ....“
- MRotermund zu Nationaler Bildungsrat gefordert
- „Sprachstandsfeststellung? Ok! Aber doch nicht so!“
- Philsmom zu Sprachtests in NRW: Es geht nicht um die Kinder
Aktuelle Lernhilfen
|
Aktuelle Lernhilfen finden
ein Service von lernklick.de
|







Interviews -



Newsletter
Feedback