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Pressemeldung
Philologen-Verband NRW

Philologen-Verband NW: Unzureichendes Krisenmanagement zum Zentralabitur 2008

Mehr zu: Abschlussprüfungen, Gymnasium, Nordrhein-Westfalen, Zentralabitur, Schule
Düsseldorf, 27.05.2008 -

Die Ärgernisse bei der Durchführung des diesjährigen Zentralabiturs an Gymnasien reißen nicht ab. Lehrkräfte und Fachkonferenzen beklagen insbesondere die Informationspolitik des Schulministeriums. In vielen Einzelfällen wird denjenigen geraten, die sich dort beispielsweise zum Fach Mathematik beschweren, durchgeführte Rechnungen der Schüler reichlich zu bepunkten und die Modelllösung nicht als Erwartungshorizont zu sehen. Andere Schulen aber erfahren von diesen Ratschlägen nichts – höchst problematisch! Der Philologen-Verband bewertet diese uneinheitliche Vorgehensweise weder als angemessen noch als gerecht.

Daran ändert auch die Pressemeldung des Ministeriums vom 13.05.2008 nichts. Diese spricht ausdrücklich von "Lösungsansätze(n), die nicht durch die Bewertungskriterien (voll) erfasst werden" und verweist auf "Bewertungsspielräume".

"Warum macht man nicht über eine verschlüsselte Weitergabe allen Schulen die notwendigen Informationen bekannt? Das jetzt praktizierte Verfahren gleicht eher einer Beruhigungs- und Vernebelungstaktik als einer offenen Vorgehensweise. Der Philologen-Verband besteht darauf, dass Korrekturen für den nächsten Jahrgang vorgenommen werden. Nur so lässt sich die Fülle von Unzulänglichkeiten zur Themenauswahl und zu den Bewertungsvorgaben, zum Zeitumfang und zum Umfang der Arbeitsmaterialien eben so wie zur Beratungspraxis vermeiden.", so Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes.

Ausdrücklich hebt der Philologen-Verband hervor, dass sich seine Kritik nicht auf alle Fächer bezieht. Auch werde das Zentralabitur nicht infrage gestellt. Jedoch muss die Praxis zur Kontrolle der Aufgaben verfeinert werden. Ggf. müssen auch die Vorgaben für Fachkolleginnen und Fachkollegen für die Vorbereitungsphase zum Zentralabitur präzisiert werden. Der Philologen-Verband mahnt eine überzeugende Reaktion des Schulministeriums an.

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