Schulministerin Barbara Sommer hat sich erfreut gezeigt angesichts des Spitzenplatzes von Nordrhein-Westfalen beim "Politik-Check Schule", den das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erarbeitet und heute veröffentlicht hat.
"Ich bin stolz auf die Anerkennung für die nordrhein-westfälische Reformpolitik der letzten drei Jahre", erklärte sie. "Wir haben in Nordrhein-Westfalen mit unserem Schulgesetz die Weichen in der Schulpolitik neu gestellt: Es steht für mehr pädagogische Freiheit und schulische Freiräume, für mehr Verantwortung vor Ort und weniger Detailsteuerung von oben", erklärte Sommer. Vor allem aber habe das Schulgesetz die individuelle Förderung eines jeden Kindes in den Mittelpunkt gerückt – was an den Schulen zunehmend spürbar sei. Zum einen sei dies dem großen Engagement der Lehrerinnen und Lehrer des Landes zu verdanken, zum anderen auch einem finanziellen Kraftakt der Landesregierung. Sommer rechnete vor: "Wir haben in Nordrhein-Westfalen in den letzten drei Jahren erhebliche zusätzliche Lehrerstellen geschaffen, zum nächsten Schuljahr werden es insgesamt 5000 mehr sein. Über diese neuen Lehrerstellen hinaus werden den Schulen weitere fast 4.000 Lehrerstellen belassen, die eigentlich aufgrund zurückgehender Schülerzahlen entfallen könnten." So habe der Unterrichtsausfall um bereits mehr als 40 Prozent reduziert werden können.
Nordrhein-Westfalen ist der Studie zufolge Spitzenreiter einer Gruppe von fünf Bundesländern, die ihre schulpolitischen Hausaufgaben besonders gut erledigt haben. Untersucht wurden unter allen 16 Bundesländern die Bereiche "Bildungsziele", "Qualitätssicherung", "Systemmanagement", "Schulkultur" sowie "Lehren und Lernen".
Das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln zieht im Bezug auf Nordrhein-Westfalen folgendes Fazit: "Nordrhein-Westfalen hat in einer bisher nicht vorhandenen systematischen und systemischen Weise den Zusammenhang zwischen rechtlichen und bildungspolitischen Voraussetzungen und Bedingungen und den für deren Umsetzung in der Schulpraxis erforderlichen Strategien und Instrumenten hergestellt und Lücken in der Qualitätssicherung geschlossen. Das Land erfüllt in hohem Maße die Voraussetzungen, die aus der dargelegten normativen Sicht erfüllt sein müssen, um das Schulsystem zukunftsfähig zu machen. Für die untersuchten Qualitätsbereiche ist dem Land Nordrhein- Westfalen eine überdurchschnittliche Reform- und Innovationstätigkeit zu bescheinigen. Dem Land ist zu empfehlen, die "Selbstständige Schule" innerhalb eines vorzugebenden Fahrplans in die Fläche zu tragen und für alle Schulen verpflichtend einzuführen."
Die ausführliche Expertise zum Schulpolitik-Check sowie ausführliche Länderberichte finden Sie ab sofort auf www.insm-bildungsmonitor.de.