Zu der Pressemeldung der Landtags-Grünen vom 4.6.2008 "Hessen folgen, Studiengebühren abschaffen" stellt das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst fest:
Mehr zu: Bayern, Deutschland, Studiengebühren, HochschuleWissenschaftsminister Thomas Goppel empfiehlt den Landtags-Grünen, sich mit den Modalitäten der Erhebung von Studienbeiträgen in Bayern zu befassen und nur seriöse Vergleiche anzustellen. Goppel: "Die sozialverträgliche Ausgestaltung von Studienbeiträgen geht in Bayern erheblich weiter als andernorts." Neben einer Reihe von Befreiungsmöglichkeiten etwa für Studierende aus kinderreichen Familien oder Studierenden mit eigenen Kindern besteht die Möglichkeit, sich die Studienbeiträge über das Bayerische Studienbeitragsdarlehen zu finanzieren.
Dieses Darlehen muss erst und nur dann zurückgezahlt werden, sobald nach dem Studium ein bestimmtes Mindesteinkommen erreicht wird. Ist das nicht der Fall, können die Betreffenden auch mit Stundung oder Erlass rechnen.
Außerdem verwies Goppel darauf, dass die Studienbeiträge als echte Zusatzeinnahmen bei den Hochschulen bleiben und ausschließlich der Verbesserung der Studienbedingungen dienen. Die Studierenden sind in Bayern konstruktiv in die Entscheidung miteinbezogen, wie die Studienbeiträge an ihren Hochschulen verwendet werden. Goppel: "Dieser Dialog über die Qualität der Ausbildung tut dem Klima und der Qualität unserer Hochschulen ausgesprochen gut. Entsprechende Rückmeldungen liegen längstens vor." Wenn Hessen mit einer rot-rot-grünen Mehrheit die Studienbeiträge einschließlich der Gebühren für Langzeitstudierende abschafft, schmälert das für die dortigen Hochschulen den eigenständigen Gestaltungsspielraum und wirft sie im internationalen Wettbewerb zurück, sagte der Minister. Im internationalen Vergleich ist die Höhe der Studienbeiträge in Deutschland als moderat anzusehen.
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