Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
"Keiner geht verloren": Hermann-Hedenus-Hauptschule setzt auf intensive Berufsvorbereitung
vbw-Präsident Rodenstock und Staatssekretär Sibler loben Leistungsfähigkeit der Hauptschule
Mehr zu: Bayern, Berufsberatung, Hauptschule, Schulprojekte, Stiftungen, Übergang zur Berufsausbildung, Schule"Unser Ziel ist es, dass jede Schülerin bzw. jeder Schüler einen Ausbildungsplatz erhält" – so das Leitmotiv der Hermann-Hedenus-Hauptschule in Erlangen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Schule ein groß angelegtes Berufsvorbereitungsprogramm entwickelt, das bereits mit einem sozialen Kompetenztraining in der 5. Klasse beginnt.
In den 7., 8. und 9. Klassen folgen unterschiedliche Betriebs- und Werkstattpraktika, die in Kooperation mit Firmen, der Arbeitsagentur und dem Berufsfortbildungszentrum (gfi) durchgeführt werden. Unternehmen bieten Praktikumsstellen an, um die Jugendlichen frühzeitig an die Berufswelt heranzuführen. Ehrenamtliche Schülerpaten unterstützen Jugendliche im Bewerbungsprozess. Eingebettet ist das Programm sowohl in eine offene als auch gebundene Ganztagesschule. In Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Erlangen steht der Schule im Rahmen der Jugendsozialarbeit an Schulen eine Sozialpädagogin zur Verfügung.
Bei ihrem Schulbesuch am Montag waren vbw-Präsident Randolf Rodenstock und Staatssekretär Bernd Sibler begeistert von dem breiten Engagement der Hauptschule. Der Staatssekretär betonte: "Die Hermann-Hedenus-Hauptschule zeigt uns, wie leistungsfähig die bayerische Hauptschule ist. Sie verdeutlicht uns, dass die Hauptschule eine tragende Säule im bayerischen Schulsystem ist. Die Kombination aus intensiver Berufsvorbereitung, Vermittlung von sozialer Kompetenz, Ganztagesschule und Unterstützung durch Jugendsozialarbeit gewährleistet eine optimale Betreuung und Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler."
Randolf Rodenstock, vbw-Präsident und Ratsvorsitzender der Stiftung Bildungspakt betont: "Hier wird hervorragende Arbeit geleistet. Diese ist auch dringend notwendig. Denn wir können es uns nicht leisten, wenn Schulabgänger nicht über die notwendigen Kompetenzen verfügen, um im Berufsleben bestehen zu können. Hier geht es um schulisches Basiswissen, aber auch um soziale Kompetenzen Gerade in den Hauptschulen brauchen wir ganz neue Ideen und Konzepte, wie wir wirklich jeden einzelnen Schüler zur Ausbildungsreife bringen. Deshalb sind der vbw die Projekte der Stiftung Bildungspakt so wichtig."
Die Hermann-Hedenus-Hauptschule hat im Jahr 2005 den Innere Schulentwicklung Innovationspreis (i.s.i.) der Stiftung Bildungspakt und des Bayerischen Kultusministeriums gewonnen. Neben ihrem vorbildlichen Einsatz im Bereich der Berufsvorbereitung hat die Schule auch einen systematisch angelegten Schulentwicklungsprozess vollzogen. Mit Hilfe des Programms "Kollux" wurden und werden nicht nur einzelne Schulprojekte evaluiert, sondern die Arbeit der gesamten Schule.
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