Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.
Endlich Perspektiven für Grund- und Hauptschullehrer
Großer Erfolg für den BLLV: Staatsminister der Finanzen Huber kündigt Beförderungsämter an / "Jahrzehntelange Versprechungen werden eingelöst."
Mehr zu: Bayern, Dienstrecht, Grundschule, Hauptschule, Realschule, SchuleAls "berufspolitischen Durchbruch und großen Erfolg" hat der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Klaus Wenzel, die heutige Ankündigung von Finanzminister Erwin Huber bezeichnet. Im Rahmen der Dienstrechtsreform in Bayern sollen künftig auch Beförderungsämter für Lehrkräfte an Grund,- Haupt- und Realschulen eingeführt werden. Damit können besonderes Engagement und gute Leistungen auch dieser Lehrer belohnt und honoriert werden. Bislang war für sie kein Beförderungsamt vorgesehen. "Über 35 Jahre lang hat der BLLV dafür gekämpft, diese offensichtliche und nicht nachvollziehbare Benachteiligung auszugleichen" erklärte BLLV-Vizepräsident und Dienstrechtsexperte Gerd Nitschke. "Nun werden jahrzehntelange Versprechungen eingelöst."
Die Bayerische Staatsregierung hat bisher immer darauf verwiesen, dass das Bundesland Bayern für die Einführung von Beförderungsämtern keine Zuständigkeit habe. Die Angelegenheit müsse auf Bundesebene entschieden werden, hieß es. "Der BLLV hatte immer die Zustimmung und Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung - solange sicher war, dass sich im Bund nichts bewegen wird", erinnert sich Nitschke. "Im Zuge der Föderalismusreform wurden jetzt die Bundesländer zuständig und der BLLV nutzte jede Gelegenheit, um Staatsregierung und Landtag an ihre Zusagen zu erinnern.
"Die Beharrlichkeit des BLLV hat sich gelohnt", freuten sich Nitschke und Wenzel. "Der Lehrerberuf muss gestärkt werden. Lehrer - egal an welcher Schulart sie unterrichten - dürfen nicht ungleich behandelt werden", betonten sie. An den Grund,- Haupt- und Realschulen wird eine sehr anspruchsvolle pädagogische Arbeit geleistet. "Es ist höchste Zeit, dass der Staat diesen Lehrkräften mehr Anerkennung zukommen lässt", stellte Wenzel klar. "Der Einstieg mit Beförderungsämtern muss im nächsten Doppelhaushalt 2009/2010 beginnen", ergänzte Nitschke.
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