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Pressemeldung von: Landeselternausschuss Berlin (LEA Berlin)

Landeselternausschuss gegen eine Wiederholung der MSA-Prüfung

Berlin, 12.06.2008

Der Landeselternausschuss spricht sich gegen eine Wiederholung der Mathematikarbeiten für den diesjährigen Mittleren Schulabschluss aus. Die Senatsbildungsverwaltung hat durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass weder die Aufgaben noch die Lösungen vorab bekannt werden. Das vorzeitige Bekanntwerden der Aufgaben ist letztendlich durch Mitarbeiter der Senatsbildungsverwaltung ermöglicht worden – sei es durch Unfähigkeit, Schlamperei oder durch Absicht.

28 000 Berliner Schülerinnen und Schüler an 346 Schulen sollen nun nach Ansicht der Senatsbildungsverwaltung für das Fehlverhalten eines oder mehrerer Mitarbeiter der eigenen Verwaltung bestraft werden. Staatssekretär Eckart R. Schlemm erklärte am 11.06.2008: "Wir müssen für gleiche Chancen für alle sorgen." Dies hätte im Vorfeld erfolgen müssen.

Da die Senatsbildungsverwaltung nicht sicherstellen kann, dass bei einer Wiederholung der MSA-Prüfung nicht wieder die Aufgaben vollständig oder teilweise vorab bekannt werden, ist es den Berliner Schülern und Schülerinnen nicht zuzumuten, diese Prüfung zu wiederholen. Unabhängig davon, dass die Berliner Schüler und Schülerinnen keinerlei Schuld an der derzeitigen Misere tragen.

Der Landeselternausschuss fordert darüber hinaus, dass die Vorkommnisse genau aufgeklärt werden und der oder die Mitarbeiter der Senatsbildungsverwaltung, die für das vorzeitige Bekanntwerden der Aufgaben verantwortlich sind, unverzüglich aus dem Dienst ausscheiden.

Landeselternausschuss sucht Juristen

Der Landeselternausschuss plant die juristische Überprüfung der angesetzten MSA-Wiederholungsprüfung. In diesem Zusammenhang sucht der Landeselternausschuss Verwaltungsjuristen. Interessenten können sich in der Geschäftsstelle unter 9026 5684 oder direkt beim Vorsitzenden unter 4549 2341 melden.


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