GEW Nordrhein-Westfalen
Rechtsgutachten: Landespersonalvertretungsgesetz 2007 verfassungswidrig
Gesetz benachteiligt Lehrerinnen und Lehrer
Mehr zu: Nordrhein-Westfalen, Schulgesetz, SchuleGEW und DGB haben die Landesregierung aufgefordert, das Landespersonalvertretungsgesetz (LPVG) umgehend zu korrigieren, weil es Regelungen enthält, die die Lehrkräfte an Schulen in NRW gegenüber den übrigen Landesbediensteten in verfassungswidriger Weise benachteiligen. In einem von DGB und GEW in Auftrag gegebenen Gutachten sieht der Verfasser, Dr. Klaus Joachim Grigoleit, einen Verstoß gegen das verfassungsrechtliche Willkürverbot für gegeben, da der Gesetzgeber mit dem Umbau der Personalvertretung im Schulbereich aus Gründen der Kostenersparnis die 180.000 Lehrkräfte des Landes schlechter stellt als den restlichen Öffentlichen Dienst. Dies ist nach Auffassung des Rechtsexperten sachlich nicht zu rechtfertigen.
"Ein Drittel der Arbeitskapazitäten der Personalräte an Schulen entfallen und das stellt eine qualifizierte Mitbestimmung materiell in Frage", erklärte heute GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber anlässlich der Vorstellung des Gutachtens in Düsseldorf.
Mit dem neuen Personalvertretungsgesetz sei die Grundlage für die Auflösung ganzer örtlicher Personalvertretungen an den Haupt- und Förderschulen geschaffen, indem die Dienstaufsicht von den Schulämtern auf die Bezirksregierungen übertragen werde. Weiterhin gebe es Sonderbeschränkun-gen für die Freistellung von Personalräten an Schulen, deren Umfang um ein Sechstel gegenüber den übrigen Personalvertretungen abgesenkt werde. Die einzelnen schulformbezogenen Personalvertret-ungen auf der Bezirksebene - von der Grundschule bis zum Berufskolleg - seien von 25 auf 15 Mitglieder herabgesetzt worden.
DGB-Landeschef Guntram Schneider erinnerte daran, dass mit der Novellierung des Landespersonal-vertretungsgesetzes die Landesregierung nicht das erste Mal versuche, die grundgesetzlich verbrieften Mitbestimmungsrechte der Lehrerinnen und Lehrer in NRW zu unterlaufen. "Auch im schwarz-gelben Schulgesetz von 2006 war die Mitbestimmung an eigenverantwortlichen Schulen nicht sauber geregelt", so Schneider. Die derzeit laufende parlamentarische Beratung des dritten Schul-rechtsänderungsgesetzes, mit dem die damals konstatierten Mängel aufgehoben werden sollen, sei Ergebnis politischen Drucks und mit rechtlicher Expertise der Gewerkschaften zustande gekommen.
"Wir brauchen dringend eine politische Lösung für ein verfassungskonformes Personalvertretungs-gesetz", erklärte heute GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber in Düsseldorf anlässlich der Vorstellung des Gutachtens. Die GEW sei zu sofortigen Verhandlungen bereit. Die Zeit dränge, die Ungleichbehandlung der Landesbediensteten in den Schulen aus dem Gesetz aufzuheben, da sich in diesen Tagen die neu gewählten Personalräte konstituieren. "Die Kolleginnen und Kollegen, die sich für die Mitbestimmung engagieren, wollen wissen, woran sie sind", drängte der GEW-Landesvorsitzende.
Ansprechpartner
Sonderthemen
UNESCO-Alphabetisierungspreis 2010 geht an Deutschland
Bonn, 29.07.2010. Das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg erhält für das Projekt "Family Literacy" (FLY) den König-Sejong-Alphabetisierungspreis der UNESCO. Nach ideellen Würdigungen von insgesamt fünf deutschen Projekten seit 1974 geht in diesem Jahr der ...Schule
Verschnaufpause von drei Wochen als Minimum
München, 28.07.2010. Die Sommerferien sind die wichtigste und längste Erholungszeit für Schülerinnen und Schüler. Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, appellierte an alle Eltern, ihren Kindern eine Verschnaufpause von mindestens drei Wochen zu gönnen, in der das ...Berufliche Bildung
Weniger Hartz IV für BAföG-Empfänger
23.07.2010. (red/pm) BAföG-Empfänger haben weniger Anspruch auf Hartz IV, weil die Leistungen aus dem Bundesausbildungsförderungsgesetz angerechnet werden dürfen. Das entschied das Bundesverfassungsgericht. Eine junge Hartz IV-Empfängerin absolvierte eine dreijährige Ausbildung in einer privaten ...- „Bildlich gesprochen könnte man das Ganze als tiefen, breiten Graben vorstellen, über den die Kinder springen müssen - ohne genau zu wissen, was sie auf der anderen Seite genau erwartet.“
- Edith Aufdembrinke, DAGO Kinderlobby e.V. zu Schulfrieden in den 16 Ländern bleibt Vision
- „Herzlichen Dank an Valentin Merkelbach, dass er Historie und Hintergründe des Hamburger Sdhulstreites dargestellt hat.“
- Dr. Marianne Groten zu Ein Volksentscheid und die Aussichten auf Schulfrieden in Hamburg
Aktuelle Lernhilfen
|
Aktuelle Lernhilfen finden
ein Service von lernklick.de
|







Hamburger Volksentscheid


Newsletter
Feedback