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Pressemeldung von: Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

VBE sieht sich durch Urteil des Bundesverfas­sungs­ge­rich­tes bestätigt - Eine Schule kann man nicht auf Abruf leiten

Stuttgart, 20.06.2008

Der Verband Bildung und Er­ziehung (VBE) Baden-Württemberg begrüßt das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, dass Führungspositionen im Be­am­tenbereich zeitlich nicht befristet werden dürfen. Es sei schon jetzt im­mer schwe­rer geworden, geeignetes Führungspersonal im Schulbereich zu fin­den. Für eine "nachhaltige" positive Schulentwicklung benötige ein Rek­tor neben der äußeren Unabhängigkeit sehr viel Zeit, so VBE-Chef Rudolf Karg. Eine Schu­le könne man nicht "auf Abruf" leiten.

"Rektoren sind keine Lehrer, die mal so nebenher ein bisschen die Schule lei­ten", moniert Karg. Rektoren benötigten neben einer soliden Aus- und Fort­bil­dung in Personalführung, Rechts- und Haushaltsfragen sowie Schulmanage­ment die Sicherheit, kontinuierlich an ihren Aufgaben arbeiten zu dürfen. Um die in­nere Schulentwicklung im notwendigen Umfang voranzutreiben und die perma­nent wachsenden Aufgaben im pädagogischen und administrativen Be­reich er­folgreich erledigen zu können, dürfe ein Schulleiter nicht durch eine zeit­liche Limitierung der Berufung eingeengt werden. Insofern sei das Urteil des Bundes­verfassungsgerichtes sehr zu begrüßen.

Eine zeitliche Begrenzung der Leitungsfunktion würde potenzielle Bewerber eher abschrecken und ließe obendrein neuen Rektoren zu wenig Raum, die Schule positiv voranzubringen. Um mögliche Fehlbesetzungen korrigieren zu können, gibt es bereits eine zweijährige Probezeit, die deutlich länger ist als in ande­ren Berufssparten. Sollte sich in dieser Zeit die neue Schulleitung bewährt ha­ben, könne man davon ausgehen, dass diese auch künftig zum Wohle der Schule arbeiten werde, versichert Karg.

Damit Rektoren künftig noch bessere Arbeit leisten können, muss jedoch die viel zu hohe Unterrichts­verpflichtung der Schulleiter spürbar reduziert werden. Auch von der Besoldung her müsste das Rektorenamt deutlich attraktiver gestal­tet werden, fordert der VBE-Vorsitzende.


Zur Veröffentlichung freigegeben - Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg / bildungsklick.de


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