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Letzte Änderung: 25.05.2012, 16:56
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Verlässt die Landesregierung endlich den Weg des wirkungslosen 'Bildungskleckerns'?

Philologenverband Baden-Württemberg (PhV BW) begrüßt Pläne der Landesregierung zur Senkung des Klassenteilers / PhV-Landesvorsitzender Karl-Heinz Wurster: "Hört die Politik auf unsere langjährige Forderung nach kleineren Klassen?"

Mehr zu: Baden-Württemberg, Heterogenität, Klassenfahrt, Lehrermangel, Schulorganisation, Unterrichtsversorgung, Schule
Stuttgart, 02.07.2008 -

"Mit einer millionenschweren Bildungsinvestition eröffnet sich für die Landesregierung die Chance, sich endlich den Namen ´Kinder- und Bildungsland Baden-Württemberg' wirklich zu verdienen; wir werten das Vorhaben, den Klassenteiler an allen Schularten stufenweise zu senken, als ein markantes Zeichen der Landesregierung, den bislang ineffizienten und lediglich Löcher stopfenden Weg des leidigen "Bildungskleckerns" endlich verlassen zu wollen", so der Landesvorsitzende des Philologenverbandes Baden-Württemberg, Karl-Heinz Wurster, zu bekannt gewordenen Plänen der CDU/FDP-Landesregierung. "Damit könnte es einen gewaltigen Motivationsschub an den Schulen geben", so Wurster weiter.

Nachdem erst vor wenigen Tagen das Kultusministerium die erneut vorgebrachte Forderung des Philologenverbandes Baden-Württemberg nach einer Senkung des Klassenteilers abgelehnt hatte, registriert der Verband erfreut die überraschend bekannt gewordene Wende der CDU/FDP-Landesregierung hin zu einer hoffentlich offensiveren Investition in Bildung. Der Philologenverband begrüßt ausdrücklich, wenn sie mit der Schaffung zusätzlicher Lehrerstellen die Voraussetzungen dafür schafft, den Klassenteiler schrittweise auf unter 30 Schüler zu senken. Wurster: "Die Landesregierung scheint nun endlich begriffen zu haben, dass man die jetzige Schülerschaft nicht auf 2012 vertrösten kann, um ihre Lernsituation zu verbessern; mit Schönfärberei und besänftigenden Schuljonglage-Experimenten lassen sich im Bildungsbereich auf Dauer keine Pluspunkte machen!"

Der Philologenverband weist darauf hin, dass der Schülerstrom auf Realschulen und Gymnasien in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen hat. "Hier gibt es immer noch viele Klassen mit mehr als 32 Schülern", so Wurster. Wenn der neue Bildungsplan und die Curricula an den Schulen erfolgreich umgesetzt werden sollen, dann brauchen die Schulen optimale Rahmenbedingungen. "Differenzierung und erfolgreiche Förderung ist nur in kleineren Klassen möglich - insbesondere an den Gymnasien mit seiner heterogenen Schülerschaft darf keine Klasse mehr als 25 Schüler haben", so Wurster mit dem Hinweis, dass die Landesregierung vor dem Hintergrund eines schwierigen Lehrermarktes nun schnell handeln muss.

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