Mediadaten | Impressum | Feedback | RSS | Mobil | Newsletter
Letzte Änderung: 30.07.2010, 10:17
  • Delicious_bw
  • Studivz_bw
  • Facebook_bw
  • Twitter_bw
  • Drucken-grau
  • Versenden-grau

Kempen: "Lehrprofessor ist kein Universitätsprofessor!"

Deutscher Hochschulverband zu den Empfehlungen des Wissenschaftsrats

Mehr zu: Hochschullehre, Hochschule
Bonn, 07.07.2008 -

Der Deutsche Hochschulverband (DHV) unterstützt das Anliegen des Wissenschaftsrates, die universitäre Lehre aufzuwerten. "Didaktische Unterstützungsangebote, die allen Hochschullehrern offen stehen, sind dringend erforderlich", erklärte der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes, Professor Dr. Bernhard Kempen, anlässlich der heute vorgestellten Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur Qualität von Lehre und Studium. "Auch der Forderung, die Berufung von Professoren an den Nachweis von Lehrbefähigungen zu binden, stimmen wir vorbehaltlos zu."

Kempen begrüßte, dass der Wissenschaftsrat in seinen Empfehlungen eindeutig und klar auf die katastrophalen Betreuungsrelationen an den deutschen Universitäten hinweise und zusätzliche Professuren fordere. Kategorisch abzulehnen bleibe aber der Vorschlag des Wissenschaftsrates, sogenannte "Lehrprofessuren" mit zwölf statt der bisher üblichen acht bis neun Semesterwochenstunden Lehrdeputat zu belegen. "Es ist richtig, hervorragenden Wissenschaftlern mehr Forschungsfreiräume durch Entbindung von Verpflichtungen in der Lehre und Selbstverwaltung zu gewähren. Nur so können wir im Wettbewerb um Spitzenforscher mit anderen Wissenschaftsnationen bestehen", betonte Kempen. "Es ist jedoch falsch, bei anderen Universitätsprofessoren die Lehrdeputate zu Lasten der Forschungsanteile zu erhöhen." Denn nur eine Lehre, die sich ständig aus der Forschung erneuere, sei universitäre Lehre. "Daher müssen Forschung und Lehre im Grundsatz gleichberechtigt bleiben", so Kempen. "Viel Lehre und weni g Forschung führen nicht zu einer Aufwertung, sondern zu einer Abwertung der Lehre."

Schon heute seien in Bayern "Lehrprofessuren" ausgeschrieben, die bis zu 16 Semesterwochenstunden Lehre vorsähen. "Mit dem neuen Personalmodell werden Sach- und Personalmittel auf Kosten der Ausbildungsqualität gespart", so Kempen. "Wir brauchen mehr Universitätsprofessoren, die ihren Studierenden dank Forschungsaktivitäten den aktuellen Wissensstand ihres Fachgebietes vermitteln können, aber keine Dozenten, deren Wissensstand auf Grund von erzwungener Forschungsinaktivität täglich veraltet", erklärte Kempen.

- Der Deutsche Hochschulverband ist die bundesweite Berufsvertretung der deutschen Universitätsprofessoren und des wissenschaftlichen Nachwuchses mit über 23.000 Mitgliedern. -

Ansprechpartner

0 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)

Hinweis
  • Ein Enter führt zu Zeilenumbruch.
  • Hyperlinks bitte grundsätzlich mit "http://" beginnen (also z.B. http://bildungsklick.de/).
  • Kein HTML unterstützt.

Ihr Kommentar:

Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht):
Durch die Eintragung Ihrer E-Mail erkennen Sie die Kommentarregeln an.

8adc5d6bc053c464876c8e544183bfe1251866c1
Bitte den Text aus dem Bild eingeben:


MELDUNGEN AUS DEN RESSORTS

Sonderthemen

UNESCO-Alphabetisierungspreis 2010 geht an Deutschland

Bonn, 29.07.2010. Das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg erhält für das Projekt "Family Literacy" (FLY) den König-Sejong-Alphabetisierungspreis der UNESCO. Nach ideellen Würdigungen von insgesamt fünf deutschen Projekten seit 1974 geht in diesem Jahr der ...

Schule

Verschnaufpause von drei Wochen als Minimum

München, 28.07.2010. Die Sommerferien sind die wichtigste und längste Erholungszeit für Schülerinnen und Schüler. Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, appellierte an alle Eltern, ihren Kindern eine Verschnaufpause von mindestens drei Wochen zu gönnen, in der das ...

Berufliche Bildung

Weniger Hartz IV für BAföG-Empfänger

23.07.2010. (red/pm) BAföG-Empfänger haben weniger Anspruch auf Hartz IV, weil die Leistungen aus dem Bundesausbildungsförderungsgesetz angerechnet werden dürfen. Das entschied das Bundesverfassungsgericht. Eine junge Hartz IV-Empfängerin absolvierte eine dreijährige Ausbildung in einer privaten ...
in
Weiter auf bildungsklick.de
Aktuelle Kommentare
Unser Partner in Österreich
Bildungaktuell
Das eMagazin für Management, Personalwesen und Weiterbildung