Wissenschaftsrat gibt Empfehlungen zur Entwicklung des Uniklinikums in Mainz
Ahnen: Wertvolle Hinweise für neue strategische Ausrichtung
Mehr zu: Forschung, Rheinland-Pfalz, HochschuleDer Wissenschaftsrat hat in seiner jüngsten Sitzung Empfehlungen zur organisatorisch-strukturellen und wissenschaftlichen Entwicklung der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz verabschiedet. Der Wissenschaftsrat lobt in seiner Stellungnahme den im parlamentarischen Verfahren befindlichen Gesetzentwurf, mit dem das Klinikum und der Fachbereich Medizin der Johannes Gutenberg-Universität zu einer Körperschaft Universitätsmedizin zusammengeführt werden. Diese bildet dann hochschulrechtlich eine Einheit mit der Universität. Mit dem rheinland-pfälzischen Modell werde eine interdisziplinäre Kooperation in Forschung und Lehre zwischen Vorklinik, theoretischer und klinischer Medizin durchgreifend verbessert, würdigt der Wissenschaftsrat.
"Die Stellungnahme des Wissenschaftsrats ist eine gute Basis für die weitere strategische Ausrichtung der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg Universität, für die wir dankbar sind", sagte Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur. Ergänzend zur organisatorischen Restrukturierung im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zur Novelle des Universitätsklinikumsgesetzes und der ökonomischen Sanierung sei dies ein weiterer wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit der Mainzer Universitätsmedizin.
Der Wissenschaftsrat hält jedoch eine strategische Planung der Universitätsmedizin für erforderlich, die Basis für die wissenschaftliche und medizinische Konkurrenzfähigkeit, aber auch für weitere bauliche Investitionen sein wird. Deshalb hat Ministerin Ahnen die Anregung des Wissenschaftsrates aufgenommen und bereits eine hochrangige Beratergruppe eingesetzt, deren Vorsitzender Präsident Professor Dr. med. Dieter Bitter-Suermann, Medizinische Hochschule Hannover, ist.
Aufgabe dieser Gruppe ist es, das Wissenschaftsministerium, die Universität und das Klinikum bei der Entwicklung der strategischen Planung zu unterstützen. Innerhalb der Universität und des Klinikums sind der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität, Profess Dr. Georg Krausch, und der Ärztlicher Direktor des Klinikums der Johannes Gutenberg-Universität, Professor Dr. Norbert Pfeiffer, federführend.
Die künftige Universitätsmedizin ist aufgefordert, ihre Forschung – im Rahmen der neu strukturierten und auf Wettbewerbsfähigkeit und Profilbildung ausgelegten dreistufigen Forschungsinitiative des Landes - an einem klaren, auf wissenschaftliche Exzellenz abzielenden Profil auszurichten.
Hintergrundinformationen:
Der Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschule, der Wissenschaft und der Forschung.
Die vollständigen Texte aller Beschlüsse der jüngsten Sommersitzung des Wissenschaftsrats sind im Internet unter www.wissenschaftsrat.de veröffentlicht.
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