GEW Thüringen
Hochschulfinanzierung: Die Lehre lahmt - aber den Thüringer Rektoren reicht jetzt vorhandene Finanzierung
GEW Thüringen zeigt Unverständnis über die Äußerungen von Rektorensprecher und Bauhaus-Rektor Zimmermann
Mehr zu: Fachhochschule, Hochschullehre, Postdocs, Studierendenzahlen, Thüringen, HochschuleUnverständnis zeigt die GEW Thüringen über die Reaktion von Rektorensprecher und Leiter der Bauhaus-Universität, Prof. Dr. Gerd Zimmermann, auf die Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur Lehre. "Wer behauptet, der Thüringer Hochschulpakt verbessere die Studiensituation an den Hochschulen, kennt den Bedarf der Hochschulen nicht. Leider schreibt dieses Dokument die entstandene Situation nur über viele Jahre fort und leistet keinen Beitrag zur Verbesserung", stellt Thomas Hoffmann, Referatsleiter Hochschule und Forschung bei der GEW Thüringen, fest.
Auf über 27 Mio. Euro jährlich schätzt die GEW Thüringen allein den kurzfristigen Mehrbedarf der Thüringer Hochschulen, um die durch die Unterfinanzierung ihrer Haushalte freien Stellen zu besetzen. Nach Ansicht der Bildungsgewerkschaft benötigen die Universitäten und Fachhochschulen dringend 500 zusätzliche Professoren und Mitarbeiter, um ihren Aufgaben in Lehre und Forschung nachkommen zu können. Seit 1992 ist das Personal an Thüringer Hochschulen um fast 20 % reduziert worden, die Studierendenzahlen haben sich aber mehr als verdreifacht. Damit ist die Situation in Thüringen noch viel schlechter als im - vom Wissenschaftsrat in seinen Empfehlungen zur Lehre zu Recht kritisierten - Bundesdurchschnitt, vom internationalen Vergleich ganz zu schweigen. "Um für die besten Hochschulabsolventen "Wissenschaft als Beruf" auch unterhalb der Professorenebene attraktiv zu machen, fordert die GEW Thüringen außerdem ein kurzfristig zu initiierendes Sonder¬programm Wissenschaftlicher Nachwuchs mit jährlich 50 zusätzlich zu schaffenden Qualifizierungsstellen an Thüringer Hochschulen", so Hoffmann abschließend.
Anfragen können gerichtet werden an
Marlis Bremisch, Referentin für Hochschule und Forschung, Tel: 0361 59095 21
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