Philologenverband Baden-Württemberg
Philologenverband Baden-Württemberg (PhV BW) begrüßt Klassenteiler-Senkung als wichtiges Element zur Qualitätssteigerung
Mehr zu: Baden-Württemberg, Bildungschancen, Hauptschule, Junglehrer, Klassenfrequenz, Lehrerbildung, Lehrermangel, Unterrichtsversorgung, Schule"Wir begrüßen die Initiative der CDU/FDP-Regierungskoalition des Landes Baden-Württemberg, das Schulsystem des Landes in den kommenden Jahren zusätzlich mit insgesamt 180 Millionen Euro verbessern zu wollen – jetzt kommt es darauf an, die Gelder nicht nach dem Gießkannenprinzip zu verteilen, sondern sie dort zu investieren, wo sie am dringendsten notwendig sind", kommentiert der Landesvorsitzende des Philologenverbandes Baden-Württemberg (PhV BW), Bernd Saur, dieses Vorhaben. "Damit wird ein deutliches Zeichen in Richtung einer Verbesserung der Bildungsqualität in Baden-Württemberg gesetzt!"
Seit Jahren fordert der Philologenverband die Senkung des Klassenteilers und verweist auf den "untragbaren Zustand", dass allein im laufenden Schuljahr 2007/08 an den Gymnasien in über 3300 Klassen 30 und mehr Schüler unterrichtet werden – allein in 120 Klassen befänden sich sogar mehr als 33 Schüler. "In so großen Klassen bleiben Unterrichtsmethoden zur differenzierenden Förderung auf der Strecke; auch naturwissenschaftliche Experimente und ein hoher Sprachumsatz des Schülers im Fremdsprachenunterricht sind in solchen Klassen praktisch unmöglich", stellt Bernd Saur fest.
Wenn nun die Landesregierung den Klassenteiler sukzessive von 33 auf 28 Schüler pro Klasse absenkt, dann wird sich die Situation in den Klassenzimmern entspannen und eine bessere Förderung möglich sein.
In diesem Zusammenhang ergibt sich für den Verband eine weitere Forderung: Aufgrund eines durch diese Maßnahme entstehenden Mehrbedarfs an Lehrkräften an praktisch allen Gymnasien – insbesondere in den bekannten Mangelfächern – sollte der jetzt auf dem Markt noch zur Verfügung stehende qualifizierte Lehrernachwuchs schleunigst eingestellt werden. Saur: "Hier müssen die vier Regierungspräsidien unverzüglich tätig werden! Wir dürfen jetzt keine qualifizierten Junglehrer ziehen lassen, die unser eigenes Bundesland dringend benötigt."
Der PhV begrüßt, dass die Hauptschulen gestärkt werden sollen, mehr Hauptschulen den Werkrealschulabschluss anbieten und sich zur Ganztagsschule entwickeln können.
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