Rudolf, Karg, der Vorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg zeigte sich angenehm überrascht, ob der Bildungsoffensive der Landesregierung. Karg wörtlich: "Ich wagte nicht zu hoffen, dass das Land jetzt so viel Geld in die Hand nehmen wird." 3 200 neue Lehrerstellen seien ein finanzieller Kraftakt, der aber den Schulen gut tue.
Wenn alle anderen Ressorts sparen müssen, hat es der Kultusminister nicht leicht, wenn er zusätzliches Geld für die Schulen locker machen will. Mit den jetzt veröffentlichten Schwerpunktbereichen der Bildungsoffensive hat Kultusminister Rau Beharrlichkeit und Durchsetzungsvermögen innerhalb der Regierungskoalition bewiesen. Der VBE begrüßt die angekündigte Senkung des Klassenteilers auf 28 als einen Schritt in die richtige Richtung, bedauert jedoch, dass die Grundschulen die Reduzierung um einen Schüler erst ab dem Schuljahr 2011/12 erfahren dürfen. Mit 1 750 neuen Lehrern kommt der Großteil der insgesamt 3 200 Stellen den Gymnasien und beruflichen Schulen zugute, 860 neue Stellen sollen in die Realschule, 320 an die Hauptschule, und lediglich 270 kommen an der Grundschule an.
Der VBE hofft, dass, nachdem diesmal die führenden Köpfe der Landesregierung die Zusage für die nächsten Jahre gemacht haben, die Ankündigungen auch sukzessive umgesetzt werden können. Erst letztes Jahr ging Rau mit dem Klassenteiler 28 für Hauptschulen an die Öffentlichkeit und wurde von der CDU an der Umsetzung gehindert (dafür kamen dann die Pädagogischen Assistenten).
Dass endlich die Anrechnungszeit für Schulleitungen erhöht werden soll, nimmt der VBE mit Erleichterung zu Kenntnis. Wird doch eine langjährige Forderung des VBE zur Entlastung der Rektoren aufgegriffen. Ob mit der angekündigten "qualitativen Stärkung der Hauptschule" durch Zweizügigkeit die Übergangszahlen auf die von vielen geschmähte Schulart verbessert werden kann, scheint fragwürdig. Der VBE betont ausdrücklich, dass an den Hauptschulen gute Arbeit geleistet wird. Dass für Hauptschullehrer nun ein Beförderungsamt geschaffen wird, ist konsequent und zu begrüßen, stand es doch bereits so in der Koalitionsvereinbarung.