Kultusminister Rau weist Kritik der GEW an befristeten Krankheitsvertretungen zurück
Vorwurf der Mogelpackung bei Bildungsoffensive ist völlig ungerechtfertigt, da insgesamt 4000 neue Stellen geschaffen werden
Mehr zu: Baden-Württemberg, Lehrermangel, Schülerzahlen, Statistik, Unterrichtsversorgung, SchuleKultusminister Helmut Rau MdL hat die Kritik der GEW an der Praxis der befristeten Krankheitsvertretungen zurückgewiesen. "Es ist unsachgemäß, dass das Land über eine zu vertretende Krankheit hinaus eine feste Stellenzusage geben soll. Jede Krankheitsvertretung hat die Chance, sich in der nächsten Einstellungsrunde für eine feste Stelle zu bewerben", sagte Rau. Für Krankheitsvertretungen stünden jährlich bis zu 17 Millionen Euro zur Verfügung. Hinzu komme eine Lehrerreserve von 1250 Stellen.
Kritik übte der Kultusminister auch an den Zahlen der GEW zur kommenden Einstellungsrunde im September. Es bleibe bei den mindestens 4100 neu eingestellten Lehrkräften, bekräftigte Rau. Er nannte es "unredlich und finanzpolitisch abenteuerlich, in Zeiten zurückgehender Schülerzahlen Kompletteinstellungen ganzer Jahrgänge zu fordern, ohne den konkreten Bedarf in der jeweiligen Schulart zu berücksichtigen."
Den Vorwurf der GEW, bei der Finanzierung der Bildungsoffensive handele es sich um eine Mogelpackung, wies Rau als "völlig ungerechtfertigt" zurück. Für die Finanzierung des Gesamtpakets der Qualitätsoffensive Bildung werden insgesamt 3927 neue Stellen im Haushalt geschaffen. Davon werden für die Klassenteilersenkung 3200 Stellen benötigt.
Die rechnerisch frei werdenden Stellen durch Schülerrückgang betragen geschätzt 337 Deputate, die in das Gesamtpaket einfließen. "Damit ist klar, dass bis 2012 die angekündigten 528 Millionen zusätzlich in die Schulen fließen", so Rau.
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