Kultusministerium und Telekom unterzeichnen Vertrag zur Weiterqualifizierung von Ingenieuren für den Schuldienst
Ingenieure der Telekom behalten Beamtenstatus, absolvieren Ergänzungsstudium und 18-monatigen Vorbereitungsdienst
Mehr zu: Baden-Württemberg, Lehrerbildung, Lehrermangel, MINT-Fächer, Sport, Unterrichtsversorgung, Vorbereitungsdienst, Weiterbildung, SchuleIngenieure sind nicht nur auf dem Arbeitsmarkt rar und als Spezialisten sehr begehrt. Auch das Land Baden-Württemberg ist für den Unterricht an den beruflichen Schulen darauf angewiesen, Ingenieure für den Schuldienst zu gewinnen und geht dafür neue Wege. Allein mit dem klassischen Einstellungsverfahren lässt sich der Bedarf nicht decken, deshalb unterzeichnen das Kultusministerium Baden-Württemberg und die Telekom AG heute (30. Juli) einen Vertrag, der die Umschulung von Ingenieuren der Telekom zu Lehrkräften vorsieht. "Die Telekom sucht für interessierte Beamte neue Beschäftigungsperspektiven im öffentlichen Dienst, das Land sucht dringend Ingenieure, die als Lehrer unterrichten möchten. Das ist eine echte Win-Win-Situation für alle Beteiligten", konstatierten Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL und Dietmar Welslau, Bereichsvorstand Human Ressources T-Home und Vorstandsbeauftragter für Personalumbau, anlässlich der Vertragsunterzeichnung in Stuttgart.
Bereits seit dem Jahr 2004 besteht eine Kooperation des Kultusministeriums mit der Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom AG, Vivento, die dazu dient, geeignete Ingenieure auszuwählen und weiter zu qualifizieren. Derzeit bilden sich rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Lehrerberuf in Baden-Württemberg weiter. Für diese Zusammenarbeit wird nun eine vertragliche Grundlage geschaffen: "Die hervorragende Zusammenarbeit ermutigt uns, auf diesem Weg weiterzugehen. Die vom Ministerium und der Telekom gemeinsam ausgewählten Ingenieure sind hoch motiviert für den Lehrerberuf - das zeigen unsere bisherigen Erfahrungen", kommentierte Wacker den Vertragsabschluss.
Das Land Baden-Württemberg bietet Ingenieuren attraktive Konditionen: Sie können ihr bisheriges Beamtenverhältnis, das sie vor der Privatisierung der Telekom-Sparte eingegangen sind, fortsetzen und erhalten mit einem Ergänzungsstudium und dem eineinhalbjährigen Vorbereitungsdienst eine vollständige Lehrerausbildung in ihrem Fach. Dietmar Welslau betont in diesem Zusammenhang, dass die Arbeitgeber der öffentlichen Hand Mitarbeiter aus einem großen Spektrum an Tätigkeiten suchen, wie sie auch bei der Deutschen Telekom zu finden sind. "Die öffentlichen Arbeitgeber schätzen die Kompetenzen und das Know-how unserer Mitarbeiter. Das wissen wir aus vielen persönlichen Gesprächen", sagte Welslau. Sie kennen die Stärken des öffentlichen Dienstes meist noch aus eigenen Erfahrungen, leben jedoch die Arbeitsweise eines privatwirtschaftlichen Unternehmens. Gerade diese Mitarbeiter können den permanenten Prozess der Verwaltungsmodernisierung im öffentlichen Sektor hervorragend unterstützen.
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