GEW Nordrhein-Westfalen
Bundesweit einmalig: "Komm mit! Fördern statt Sitzenbleiben"
GEW-Erfolg: Modellprojekt startet mit allen 385 Bewerberschulen
Mehr zu: Förderunterricht, Hauptschule, Nordrhein-Westfalen, Sitzenbleiben, Zensuren, SchuleAlle 385 Schulen, die sich für die Initiative "Komm mit! Fördern statt Sitzenbleiben" beworben haben, werden nach Verhandlungen zwischen der GEW und dem Schulministerium in den landesweiten Modellversuch aufgenommen. Nach dem unerwartet großen Interesse, ursprünglich waren maximal 300 Schulen für das Projekt vorgesehen, hat die GEW sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass auch alle Schulen zu den vereinbarten Konditionen zum Schuljahresbeginn in das Projekt einsteigen können.
GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber erklärte heute in Essen: "Dies ist ein bundesweit einmaliges Projekt. Jeder Schüler, der heute nicht sitzen bleibt, verlässt die Schule ein Jahr früher. Das ist ein Gewinn an Lebenszeit." Gleichzeitig spare der Finanzminister in wenigen Jahren die Mittel ein, die der Modellversuch heute koste.
Projektziel ist die Zahl der Sitzenbleiber in den Klassen 7, 8 und 9 innerhalb der nächsten fünf Jahre deutlich zu reduzieren, ohne das schulische Leistungsniveau zu senken. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert.
Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien und Gesamtschulen aus allen Regierungsbezirken wollen in dem Projekt mitmachen. Die Schulen bekommen jeweils eine Drittel Lehrerstelle zur Verfügung, um zu analysieren, warum Schülerinnen und Schüler bislang sitzen geblieben sind, um auf dieser Grundlage ein Förderprogramm zu erarbeiten.
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