Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW
VBE: Projekt gegen Sitzenbleiben hat guten Start
"Komm mit – Fördern statt Sitzenbleiben"
Mehr zu: Förderunterricht, Nordrhein-Westfalen, Sitzenbleiben, Zensuren, Schule"Wir freuen uns, dass das vom VBE mitinitiierte Projekt "Komm mit – Fördern statt Sitzenbleiben" auf eine so große Resonanz stößt und die Zahl der Bewerbungen mit 380 deutlich die erwartete Bewerberzahl von 300 übersteigt. Wir sehen dieses Projekt als Bestandteil der Vereinbarung "Fordern und Fördern", die zwischen der KMK und den Lehrerorganisationen im Oktober 2006 getroffen wurde", erklärte Udo Beckmann, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE NRW).
Wir anerkennen ausdrücklich, dass die Ministerin der Bitte des VBE gefolgt ist, allen Schulen die sich beworben haben, die Möglichkeit der Teilnahme zu geben und mehr Stellen als ursprünglich geplant für das Projekt zur Verfügung zu stellen. "Es hätte dem Gedanken der Initiative geschadet, wenn wir Bewerbungen von Schulen hätten abweisen müssen", so Beckmann.
PISA 2000 hat bereits nachgewiesen, dass die Leistungen der 15-jährigen, die sich zum Zeitpunkt des Tests nach einem regulären Durchlauf in der 9. Klasse befanden, besser waren, als die Leistungen derjenigen, die diese Klasse aufgrund von Wiederholungen erst verzögert erreicht hätten. Interessant wird vor diesem Hintergrund sein, zu welchen Ergebnissen die zugesagte wissenschaftliche Begleitung des Projekts kommen wird.
Beckmann abschließend: "Wir beteiligen uns an der Initiative. Wir halten es für sinnvoller, das Geld für Fördermaßnahmen anstatt für Klassenwiederholungen auszugeben. Wir begrüßen, dass die Landesregierung die Anschubfinanzierung sichergestellt hat, auch wenn das nur der Anfang sein kann. Entscheidend ist, dass künftig das Geld, das durch Vermeiden von Sitzenbleiben eingespart wird, im System Schule zur Stärkung der individuellen Förderung verbleibt."
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