Verband Bildungsmedien e.V.
Das Schulbuch: politisch überschätzt, pädagogisch unterschätzt, wissenschaftlich vernachlässigt?
Konferenz am 29. und 30. September im Georg-Eckert Institut für internationale Schulbuchforschung
Mehr zu: Forschung, Lernmittel, Schulbuch, Unterrichtsmaterial, Weiterbildung, SchuleDas Schulbuch ist nach wie vor das wichtigste Medium im Unterricht. Es kann Expertenwissen anschaulich aufbereiten, Anregungen für einen modernen Unterricht geben und differenzierte AufgabensteIlungen bieten, die den unterschiedlichen Fähigkeiten und Interessen der Schüler entgegenkommen. Es ist somit ein wichtiger Träger von Bildungsreformen.
Gleichwohl wurde dieses Medium in den letzten zwanzig Jahren von der Fachöffentlichkeit wie auch der Erziehungswissenschaft sehr vernachlässigt. Schon lange sind keine systematischen Untersuchungen mehr über die Funktionalität von Schulbüchern im Unterricht, über ihre medienpädagogische Bedeutung und über ihre fachlichen und bildungspolitischen Anforderungen gemacht worden. Das Schulbuch ist derzeit in vielen Belangen "terra incognita", und selbst in der Lehrerausbildung, in der Weiterbildung und in der Medienpädagogik spielt es nur eine Nebenrolle.
Diese Konferenz möchte Anstöße zu einer vertieften und innovativen Beschäftigung mit dem Phänomen "Schulbuch" geben. Sie thematisiert dessen neue Funktionalität und diskutiert, welche gesellschaftli chen, politischen und fachwissenschaftlichen Anforderungen bzw. Erwartungen heute an Schulbücher gestellt werden. Im Fokus stehen zudem die Produktions- und Evaluationsprozesse für Schulbücher und die potenziellen Wirkungsweisen dieser Medien.
Die Konferenz wird gemeinsam vom Georg-Eckert Institut (Braunschweig) sowie den Universitäten Dresden und München veranstaltet. Sie wendet sich an Erziehungswissenschaftler, Experten aus den Kultusministerien und den Landesfortbildungsinstituten, an Bildungsjournalisten und Vertreter der Eltern- und Lehrerorganisationen.
Weitere Informationen unter www.gei.de
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Rino Mikulic
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