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Pressemeldung
GEW Bremen

GEW Bremen zum Schuljahresanfang

Mehr zu: Bremen, Förderschule, Integration, KITA, Lehrermangel, Unterrichtsversorgung, Schule
Bremen, 21.08.2008 -

Ein Konzept für Neueinstellungen gegen den bevorstehenden Lehrkräftemangel und endlich ein klares Bekenntnis zu einer "Schule für Alle" erwartet die Bildungsgewerkschaft GEW für das kommende Schuljahr von der bremischen Bildungspolitik, so die LandesvorstandssprecherInnen Elke Baumann, Christian Gloede-Noweck und Bernd Winkelmann.

In den nächsten zehn Jahren werden nahezu zwei Drittel der Lehrkräfte in den Ruhestand gehen. Da dieses keine bremische Besonderheit darstellt, sondern bundesweit ein Problem ist, muss dem drohenden Lehrkräftemangel frühzeitig mit einem Einstellungskonzept begegnet werden, so die SprecherInnen. "Die Gelassenheit der Senatorin ist nicht angemessen. Zukünftige Lehrerinnen und Lehrer werden nicht mehr jede nächstbeste Stelle annehmen, sondern sich ganz genau die Bedingungen ansehen. Dazu gehören neben dem Verdienst auch die Fragen der Ausgestaltung des Arbeitsplatzes und der Arbeitszeit. In all diesen Fragen gibt es Verbesserungsbedarf, um in der bevorstehenden Einstellungskonkurrenz mit anderen Bundesländern bestehen zu können."

Die GEW schlägt in diesem Zusammenhang vor, ReferendarInnen im Land Bremen eine Einstellung zu garantieren.

Ein klares Bekenntnis zu einer Schule für alle steigert nach Auffassung der GEW die Attraktivität für eine Bewerbung im Land Bremen. "Ein integriertes Bildungssystem von Anfang an zu entwickeln und zu gestalten, ist nicht nur eine große pädagogische und bildungspolitische Herausforderung, sondern wird auch einen Motivationsschub für die Schulen bedeuten", ist sich die GEW sicher. Und in solchen Kollegien mitzuarbeiten wird für viele (zukünftige) Lehrkräfte ein großer Anreiz sein.

Mit dem Gutachten zur Perspektive der sonderpädagogischen Förderung liegt zudem ein konkretes Konzept zur Überwindung der Aussonderung behinderter Kinder und Jugendlicher vor. Die GEW fordert die Senatorin auf, entsprechende Schritte einzuleiten und die Integration behinderter Kinder in Primar- und Sekundarstufe mit den notwendigen Förderressourcen Wirklichkeit werden zu lassen – ein Sparkonzept kann dies allerdings nicht sein, so die VorstandssprecherInnen. Um Bildung von Anfang an zu realisieren bedarf es zudem einer Nachbesserung des "Kita-Verstärkungsprogramms". Ziel muss sein, Gruppen zu verkleinern und mit zwei ErzieherInnen auszustatten. Nur darüber kann es gelingen, Benachteiligungen von Kindern frühzeitig zu begegnen und ihnen gute Bildungschancen zu ermöglichen.

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