Bildungsmonitor 2008: Niedersachsen macht großen Sprung nach vorn
Mehr zu: Bildungsmonitor, Bildungswesen, Deutschland, MINT-Fächer, Niedersachsen, Statistik, HochschuleDer Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, hat auf das gute Abschneiden Niedersachsens beim Bildungsmonitor 2008 des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hingewiesen: "Niedersachsen verbessert sich so stark wie kein anderes Bundesland. Dies ist ein großer Erfolg für unsere Bildungspolitik und zeigt, dass wir mit unserer Politik der Prioritätensetzung und Optimierung an den Hochschulen auf dem richtigen Weg sind."
Niedersachsen konnte sich gegenüber dem Bildungsmonitor 2007 deutlich verbessern und rangiert nun hinter Sachsen, Baden-Württemberg, Thüringen und Bayern auf dem fünften Platz. Damit hat es sich weiter deutlich verbessert. Die größten Zuwächse wurden bei den Handlungsfeldern "Zeiteffizienz" (+29,6 Punkte), bei der "Bekämpfung der Bildungsarmut" (+11,8 Punkte) sowie bei der "Internationalisierung" (Rang 3) und "Priorität bei den Bildungsausgaben" (Rang 4) erreicht.
Der Bildungsmonitor 2008 definiert 13 Handlungsfelder des Bildungssystems, die die Bedingungen für das Wirtschaftswachstum zu verbessern. Dabei wird das Bildungsspektrum von der frühkindlichen Erziehung bis hin zum Hochschulsystem abgebildet.
Ein wichtiges Handlungsfeld stellen im Bildungsmonitor die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) dar. Diese sind für die technologische Leistungsfähigkeit entscheidend. Das Fachkräfteangebot im MINT-Bereich ist ein wichtiger Standortfaktor. Niedersachsen hat insbesondere mit den Prioritäten im Hochschulpakt 2020 wichtige Weichenstellungen geschaffen: Rund 60 Prozent der neuen Studienplätze sind den MINT-Fächern zuzuordnen.
Das gute Abschneiden beim Handlungsfeld "Zeiteffizienz" ist in Niedersachsen auf die zügige Umstellung der Studiengänge auf Bachelor- und Masterstrukturen zurückzuführen. Diese Studiengänge sind gut nachgefragt, bereits über 66 Prozent der Studienanfänger waren im Erhebungszeitraum in Bachelor-Studiengängen eingeschrieben, das ist der zweithöchste Wert in Deutschland nach Bremen. Außerdem ist Niedersachsen bei der Umstellung der Studiengänge bundesweit Spitze: 91 Prozent der Studiengänge werden aktuell bereits als Bachelor- oder Masterstudiengänge angeboten.
Bei der Internationalisierung punktet Niedersachsen mit einem hohen Ausländeranteil an Studierenden und Gastwissenschaftlern. Darüber hinaus gibt es eine hohe Anzahl an Hochschulkooperationen. Dies sind deutliche Anzeichen für die internationale Attraktivität unserer Hochschulen.
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