Hessisches Kultusministerium
Aktueller Bildungsmonitor bestätigt Hessens bundesweit herausragende Arbeit in den zukunftsentscheidenden Bereichen Integration und Reformbereitschaft
Im Mai 2008 bestätigen IW und INSM Hessen eine Spitzenposition unter den Bundesländern / Methodik des Bildungsmonitors nach wie vor problematisch
Mehr zu: Bildungsmonitor, Bildungswesen, Hessen, Schülerzahlen, Sprachförderung, Statistik, Schule"Wir nehmen die Ergebnisse des Bildungsmonitors mit Interesse zur Kenntnis, werden sie einer gründlichen Auswertung unterziehen und mit Sicherheit auch wertvolle Anregungen erhalten", so Staatsminister Jürgen Banzer und Staatsministerin Silke Lautenschläger zum heute veröffentlichten Bildungsmonitor des IW (Institut der Deutschen Wirtschaft) und der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft).
Nach dem heute veröffentlichten Bildungsmonitor habe sich in Hessen beim Thema Bildung im Vergleich zum Jahr 2007 nicht viel bewegt. Dass das Gegenteil der Fall ist, hätten genau das gleiche IW und die gleiche INSM vor nicht einmal drei Monaten bestätigt, indem sie Hessen die Note 2 wegen seiner hohen Reform- und Innovationsbereitschaft im Bildungsbereich verliehen hätten. Auszug aus der Veröffentlichung vom 27. Mai 2008: "Hessen ist einer der Motoren, der die Reform- und Innovationstätigkeit im Schulsystem mit am stärksten antreibt. Das Land gehört zur Spitzengruppe (...) im Politikcheck Schule. Dem Land ist eine hohe Innovationsbereitschaft zu bescheinigen. Das gilt fast uneingeschränkt für sämtliche Qualitätsbereiche. (...)." Untersucht wurden die Bereiche Bildungspolitische Ziele, Qualitätssicherung, Systemmanagement, Schulkultur, Lehren und Lernen. Weiteres unter: www.insm.bildungsmonitor.de.
Diese Reformbereitschaft und Dynamik sei auch erforderlich, um die zentralen bildungs- und gesellschaftspolitischen Herausforderungen der kommenden Jahre erfolgreich bewältigen zu können. "Dass Hessen hier im Bereich der Integration und damit in einem der für unsere Gesellschaft entscheidendsten und sensibelsten Bereiche bundesweit eine Vorrangstellung einnimmt, bestätigen die von uns angestoßenen Reformen wie die konsequente Sprachförderung vor und in der Schule, SchuB-Klassen, Ostercamps. Diese Maßnahmen leisten u.a. einen wichtigen Beitrag zur Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund", stellte Jürgen Banzer fest.
Problematisch sei wie in den Jahren zuvor die Methodik, die das IW und die INSM für den Bildungsmonitor wählten. Der Bereich Bildung sei das Handlungsfeld, das in den vergangenen Jahren die größte Dynamik aufweise. Insofern müsse man die Frage stellen, ob man hier Daten verwenden kann, die bis zu fünf Jahre alt sind. So seien Hessens Ausgaben im Schulbereich von 2006 mit 2,89 Mrd Euro bis 2008 nochmals auf 3,04 Milliarden Euro angestiegen. Die Zahl der Lehrerstellen habe sich von ca. 46.000 im Jahr 2006 nochmals auf 48.000 erhöht. Die laufenden Hochschulausgaben seien von knapp 1,16 Milliarden Euro im Jahr 2006 auf gut 1,3 Milliarden in diesem Jahr gestiegen. An den staatlichen Hochschulen seien überdies seit Jahren steigende Absolventenzahlen zu verzeichnen: 2007 – das sind die jüngsten Zahlen – seien es 22.275 gewesen; im Jahr davor 20.335. (Zum Vergleich: 2002 gab es in Hessen 16.599 Hochschulabsolventen). Die Zahlungen, die Hessen im Rahmen des Länderfinanzausgleichs an andere Bundesländer leisten müsse, seien von 2006 mit 2,2 Milliarden Euro bis 2008 um nochmals 600 Millionen Euro angestiegen und würden inzwischen 2,8 Milliarden Euro betragen. Diese Summen kämen zwar anderen Ländern zugute, gingen Hessen aber als zusätzliche Bildungsinvestionen verloren. Dazu komme, dass die Hervorhebung von Relationen wie die Schüler-Lehrer-Relation einseitig die ostdeutschen Bundesländer mit ihren vergleichsweise geringen und künftig noch geringer werdenden Schülerzahlen bevorzuge. "Dass wir allerdings bei den Klassengrößen etwas tun müssen, habe ich bei meiner Regierungserklärung im Mai festgestellt. Dabei bleibe ich auch", so Staatsminister Jürgen Banzer.
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