Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)
90 Prozent der Schüler in Oberstufen an Gesamtschulen machen das Abi
Mehr zu: Auslese, Gesamtschule, Gymnasium, Hauptschule, Nordrhein-Westfalen, Statistik, Schule90 % aller Schüler an den Gesamtschuloberstufen in NRW schließen mit einer Hochschulreife ab, 71 % erreichen dabei die allgemeine Hochschulreife, 19 % die Fachhochschulreife. Nur ein Jugendlicher von zehn an den Gesamtschulen verlässt die Oberstufe ohne höherwertigen Abschluss. Zu diesem Ergebnis kam eine Umfrage der Gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschule NRW (GGG NRW) und der Schulleitungsvereinigung der Gesamtschulen. In einer repräsentativen Studie wurden an 29 Gesamtschulen die Schullaufbahnen von Schülerinnen und Schülern untersucht, die 2004 die 11. Klasse besuchten.
Deshalb brauchen die Gesamtschulen den Vergleich mit den Gymnasien nicht zu scheuen. Nach Berechnungen der Landesregierung verlassen ungefähr 20 % der Gymnasiasten vorzeitig die Schule. "Die Gesamtschule ist ein Erfolgsmodell. Die Chancen von Jugendlichen, ihr Abitur zu machen, sind an der Gesamtschule höher als am Gymnasium", bewertete Guntram Schneider, der Vorsitzende des DGB NRW, das Ergebnis der Befragung. Werner Kerski von der GGG führte das gute Ergebnis darauf zurück, dass an den Gesamtschulen ein besonders lernfreundliches Klima herrsche. "In den Gesamtschulen wird respektiert, dass die Jugendlichen sehr unterschiedlich sind. Individualisierung und Förderung sind schon in der Sekundarstufe I und später in der gymnasialen Oberstufe der Gesamtschule Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit. Diese Förderkultur macht die Qualität des Unterrichts in den Oberstufen der Gesamtschulen aus."
Laut Werner Kerski widerlege die von der GGG ermittelte Erfolgsquote die Aussage von Schulministerin Sommer, die im Frühjahr behauptet hatte, dass rund 40 % der Gesamtschülerinnen und -schüler scheitern würden. "Das Gegenteil ist richtig: Gesamtschulen bieten nicht nur mehr Gerechtigkeit und Chancengleichheit in unserem Schulsystem, sondern auch eine bessere schulische Qualität. Jugendliche, davon viele die in dem höchst selektiven dreigliedrigen Schulsystem aufgrund ihrer sozialen Herkunft aussortiert würden, haben an der Gesamtschule hervorragende Aussichten auf einen höheren Schulabschluss", sagte Werner Kerski. Die Schulforscherin der Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Gabriele Bellenberg, unterstützt diese Sichtweise: "Das Gesamtschul-Abitur ist ein Garant für die Aufstiegsdurchlässigkeit. Gesamtschulen ohne Oberstufe werden zu Hauptschulen und würden die Bildungslandschaft in NRW verarmen lassen, " so die Wissenschaftlerin.
Guntram Schneider betonte, dass NRW mehr Gesamtschulen brauche. Auch angesichts des Anmeldebooms bei den Gesamtschulen seien Versuche der Landesregierung verantwortungslos, die Gesamtschulen in der Substanz zu beschädigen "Wir dürfen es uns nicht leisten, Jugendliche in ihrem persönlichen Entwicklungsweg zu behindern, nur weil man einer völlig veralteten Bildungsideologie hinterherläuft. Der Erfolg der Gesamtschulen zeigt, dass es eine Alternative zur frühen Selektion gibt: Längeres gemeinsames Lernen!"
Anlage: Zusatzinformationen zur Landespressekonferenz
Gemeinsame Presseerklärung
DGB NRW und Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule NRW
Ansprechpartner
Sonderthemen
"Die Chancen einer weltweiten Lerngesellschaft"
09.02.2012. Unter dem Motto "Weltsprache Bildung" beteiligt sich das Goethe-Institut an der größten Bildungsfachmesse in Europa, der didacta in Hannover. Im Interview spricht Dr. Matthias Makowski, Leiter der Abteilung Sprache des Goethe-Instituts, über multimedial vernetztes Lernen und Lehren im Zeitalter ...Schule
Österreich: Fortgesetzte Reformen wichtig für Qualität und Chancengleichheit in Bildung
Paris/Berlin, 09.02.2012. Die Leistungen österreichischer Schüler hängen stärker von der sozialen Herkunft ab als in vielen anderen Industrieländern. Der heute veröffentlichte OECD-Bericht "Equity and Quality in Education: Supporting Disadvantaged Students and Schools" appelliert daher, bereits begonnene Reformen ...Kindergarten / Vorschule
EU-Kommission rügt deutsches Betreuungsgeld
03.02.2012. (dpa) – Die EU-Kommission rügt die deutschen Pläne zur Einführung eines Betreuungsgeldes. "Die EU-Kommission ist überrascht zu erfahren, dass es Ideen gibt, Frauen zu ermutigen, zu Hause zu bleiben", sagte die Sprecherin von EU-Sozialkommissar Laszlo Andor am 1. Februar in Brüssel. "Es gibt ...- LER-NW Es gibt kein Abitur zweiter Klasse in NRW
- Nordrhein-Westfalen K NRW: Schulministerin bedauert Fehler beim Zentralabitur
- GEW NRW CDU-Wahlkampf auf Kosten der Gesamtschulen?
- VBE NRW VBE: Leistungen der Gesamtschulen anerkennen!
- Nordrhein-Westfalen K Schulministerin Barbara Sommer schreibt Brief an die Gesamtschulen in Nordrhein-Westfalen
- „Das Ipad in der Schule wird die Art des Unterrichtens revolutionieren und sicher Lehrern wie Schülern Spaß machen.“
- D. Helmerich zu Schulbücher in USA auf dem iPad
- „Sprachstandsfeststellung? Ok! Aber doch nicht so!“
- Philsmom zu Sprachtests in NRW: Es geht nicht um die Kinder
Aktuelle Lernhilfen
|
Aktuelle Lernhilfen finden
ein Service von lernklick.de
|










didacta - die Bildungsmesse



Newsletter
Feedback