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Pressemeldung von: Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

VBE zeigt Sympathie mit der Bildungsoffensive von unten: Schulen, Lehrer und Schüler vor Ort stark machen

Stuttgart, 29.08.2008

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg zeigt viel Sympathie für die Bildungsoffensive der SPD "von unten" und will Schu­len gleichfalls geöffnet sehen für neue Ideen und Organisationsformen.

Schulen, die sich nicht bewegen dürfen, würden verkrusten und irgend­wann von der Fakten schaffenden Realität überrollt werden, unterstützt der VBE-Sprecher die Gesetzesinitiative der SPD.

Auch nach einer angeordneten Abschaffung der Hauptschule, werde es zwar den Bildungsgang Hauptschule respektive eine Hauptschulabschlussprüfung nach fünf Jahren Sekundarschule wohl noch geben (müssen), aber alle Schüler sollten die Möglichkeit erhalten, an ihrer Schule die Mittlere Reife ablegen zu dürfen.

"Damit qualitativ höhere und zeitgemäße Schularbeit geleistet werden kann, müssen alle Schulen personell, räumlich und materiell deutlich besser ausge­stattet werden", fordert der VBE-Sprecher. Fakt sei, dass Eltern bessere Bildung für ihre Kinder immer mehr privat einkauften. Ausreichende Stützkurse für Schwächere gebe es an den wenigsten Schulen im Land; Teilungsstunden bei übervollen Klassen würden die meisten nur noch vom Hörensagen kennen, be­klagt der VBE-Sprecher. "Wir können es uns in Baden-Württemberg nicht leis­ten, einerseits eine neue Zukunft zu beschwören und andererseits viel zu wenig in das Bildungssystem zu investieren. Beschwörungen haben schon im Mittel­alter nicht geholfen, für die Wissensgesellschaft von heute sind sie völlig un­tauglich", so der VBE-Sprecher, der noch einmal darauf verweist, dass in den vergangenen Jahren die OECD-Länder im Schnitt sechs Prozent des Bruttoin­landsprodukts für die Bildung ausgegeben haben, Deutschland aber mit lediglich 4,5 Prozent deutlich unter diesem Wert liege. Ein neues Bildungszeitalter könne nicht mit vielen schönen Worten herbeigeredet, sondern nur mit Taten geschaf­fen werden. Das Land dürfe sich neuen Organisationsformen im Schulbereich nicht mehr verschließen, wenn alle Beteiligten vor Ort solche Änderungen wollten und sich einig seien, so der VBE-Sprecher.


Zur Veröffentlichung freigegeben - Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg / bildungsklick.de


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