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Sehrbrock: Statistik unterstreicht Erwartungen an den Bildungsgipfel

Mehr zu: Bildungschancen, Bildungsgipfel, Deutschland, Europa, Fachkräftebedarf, Weiterbildung, Sonderthemen, Hochschule, Berufliche Bildung
Berlin, 05.09.2008 -

Zu den aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes zum Zusammenhang zwischen Bildungsniveau und Arbeitsmarktchancen sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock am Freitag:

"Die amtlichen Zahlen sind ein Grund mehr, vom Bildungsgipfel der Kanzlerin Abhilfe zu erwarten. In der Bildung darf nicht länger die Devise gelten: Wer hat, dem wird gegeben. Es ist – nicht nur wegen des Fachkräftebedarfs und der demographischen Entwicklung – ein Gebot der Stunde, alle Potenziale zu nutzen.

Dazu brauchen alle Jugendlichen die Chance auf eine gute Ausbildung. Erst recht jene, die nicht mit Spitzenleistungen aus den Schulen abgehen. Ein schlechter Berufsstart führt selten in eine strahlende berufliche Zukunft. Darüber hinaus muss es immer eine zweite Chance geben, egal wann im Leben man sich für Qualifizierung und Weiterbildung entscheiden mag.

Der DGB-Index Gute Arbeit 2007 ergab, dass 48 Prozent der Beschäftigten unter Bedingungen arbeiten, die es ihnen nicht oder nur in geringem Maße möglich machen, ihr Wissen und Können weiterzuentwickeln. Aus der selben Erhebung wissen wir auch, dass sich Facharbeiterinnen und -arbeiter doppelt so häufig weiterbilden, wie Un- oder Angelernte. Das können wir uns nicht leisten."

Das Statistische Bundesamt hatte am Freitag gemeldet, dass in Deutschland 17,7 Prozent der 25- bis 64-jährigen Erwerbspersonen mit einfachem Bildungsniveau (höchstens Realschulabschluss ohne Berufsausbildung) erwerbslos sind. In der Gruppe mit Hochschul-, oder Fachhochschulabschluss oder einer höheren berufsfachlichen Ausbildung sind 3,7 Prozent erwerbslos. Damit hat ein niedriges Bildungsniveau in Deutschland stärkeren Einfluss auf das Risiko erwerbslos zu sein, als im Durchschnitt der europäischen Länder. Nur in Tschechien und der Slowakischen Republik sind mehr Menschen mit niedrigem Schulabschluss erwerbslos.

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