Philologen-Verband NRW
Philologen-Verband: "Demografiegewinne" jetzt für Bildungsinvestitionen nutzen!
OECD-Studie mit erfreulichen und mahnenden Befunden
Mehr zu: Bildungsbericht, Bildungsgipfel, Deutschland, Nordrhein-Westfalen, OECD-Studie "Bildung auf einen Blick", Schülerzahlen, Statistik, Studienabbrecher, Studierendenzahlen, Schule, HochschuleDie für 2008 vorgestellte OECD-Studie ´Bildung auf einen Blick´ macht deutlich, dass die Bildungsausgaben in Deutschland gegen den OECD-Trend weiterhin sinken. Während der Anteil der Bildungsausgaben an den Gesamtausgaben der öffentlichen Hand im OECD-Durchschnitt zwischen 2000 und 2005 von 12,8 auf 13,2 % steigt, reduzieren sich die Ausgaben in Deutschland von 9,9 auf 9,7 %.
Der nordrhein-westfälische Philologen-Verband mahnt an, den Bildungsgipfel im Oktober 2008 zu nutzen, um in einer konzertierten Aktion aller Beteiligten die sogenannten Demografiegewinne, d.h. die finanziellen Einsparungen wegen rückläufiger Schülerzahlen vollständig im Bildungssystem zu belassen und für Bildungsinvestitionen zu nutzen.
"Nach Jahren der Einsparpolitik, die u.a. zu Notmaßnahmen übergroßer Klassen, unzureichender Fördermöglichkeiten, fehlenden Hochschulangeboten, zum Aussetzen notwendiger Schulbausanierungen und vor allem zu ständig wachsenden Lehrerbeanspruchungen und -belastungen geführt haben, muss jetzt eine ´Entspannungspolitik´ eingeleitet werden", fordert Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes. "Vom Bildungsgipfel muss ein Aufbruchsignal ausgehen!"
Wir dürfen uns nicht ausruhen auf den positiven Befunden geringer Studienabbrecherzahlen in Deutschland, dem hohen Anteil erfolgreicher Abschlüsse in naturwissenschaftlich-technischen Fächern und dem bemerkenswerten Frauenanteil bei den Studierendenzahlen.
Wenn wir – so der Philologen-Verband – im globalen Wettbewerb mithalten wollen, muss sich der im Jahr 2005 bei 5,1 % des Bruttoinlandprodukts liegende Wert für die Finanzierung von Bildungsinvestitionen dem OECD-Durchschnitt von 6,1 % klar annähern.
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