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Bildungsbarometer belegt: Förderung muss zielgerichtet sein

Mehr zu: Elternarbeit, Förderunterricht, Sport, Schule
Landau, 10.09.2008 -

Das aktuelle Bildungsbarometer zum Thema Förderung zeigt, dass viele Eltern die Vorstellung besitzen, dass Denksportaufgaben, Sport und Musik einen direkten positiven Einfluss auf die Intelligenz und die Verbesserung der Schulnoten besitzen. Da hier jedoch wissenschaftlich kein direkter Zusammenhang belegt werden kann, warnt der Landauer Bildungsforscher Professor Reinhold S. Jäger vor überzogenen Erwartungen im Hinblick auf die Verbesserung der schulischen Leistungen durch sportliche oder musische Förderung.

Die außerschulische Förderung spielt bei Eltern eine große Rolle: 24% der befragten Eltern fördern ihre Kinder in sportlicher Hinsicht, 22% im musischen Bereich, 12,5% unterstützen beim Erlernen einer Fremdsprache und 11,3% wollen durch Förderung dazu beitragen, dass ihre Kinder in einer Gruppe besser zurecht kommen. Diese Förderungen werden von den Eltern eher längerfristig unterstützt: 56% fördern länger als drei Jahre und geben dafür eine Menge Geld aus: In der Woche sind das im Durchschnitt 27 Euro. Die Eltern opfern auch viel Zeit für Ihre Kinder, im Durchschnitt etwas mehr als drei Stunden.

"Es muss allerdings die Frage gestellt werden, ob die hier investierte Zeit nicht bisweilen besser in schulische Förderung investiert würde, vor allem angesichts der Unzufriedenheit der Eltern mit den Ergebnissen der außerschulischen Förderung", erklärt Prof. Dr. Reinhold S. Jäger, Leiter des Zentrums für empirische pädagogische Forschung (zepf) der Universität Koblenz-Landau. Diese außerschulische Förderung werde nämlich im Vergleich zur Nachhilfe nicht so gut bewertet.

Jäger gibt den Rat, außerschulische und schulische Förderung aufeinander zu beziehen, damit der Erfolg für den Schüler optimal werden kann. Hierzu bedarf es allerdings der Absprache zwischen Elternhaus und Schule. Diese Absprachen scheinen aber - so ein weiteres Ergebnis des Bildungsbarometers - nicht zu funktionieren.

Das Bildungsbarometer wird in Kooperation zwischen dem Zentrum für empirische pädagogische Forschung (zepf) und der Schülerhilfe (Gelsenkirchen) realisiert. Bei der aktuellen Online-Befragung haben 1510 Personen den Fragebogen vollständig bearbeitet, davon waren 805 Personen Eltern.

Der Newsletter 2-2008 des Bildungsbarometers steht als Download unter der folgenden Adresse zur Verfügung: wwww.vep-landau.de/Bildungsbarometer/Newsletter_2-2008_Foerderung-end.pdf

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