GEW Baden-Württemberg
Lehrer wollen anders arbeiten
GEW: Grundlegende Neubewertung statt Flickschusterei
Mehr zu: Baden-Württemberg, Schule"Wenn Finanzminister über Bildungspolitik reden, geht das meistens schief. Mit dem von Finanzminister Stächele vorgeschlagenen Jahresarbeitszeitkonto für Lehrerinnen und Lehrer wird der Unterricht in unseren überfüllten Klassenzimmern nicht besser, sondern das wäre Flickschusterei. Die GEW schlägt stattdessen eine grundlegende Neubewertung der Arbeit an den Schulen vor. Lehrerinnen und Lehrer wollen anders arbeiten. Dazu brauchen wir ein Arbeitszeitmodell, das die vielen unterschiedlichen Aufgaben berücksichtigt und neue Lernformen an den Schulen ermöglicht", sagte am Freitag (12.09.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
Auf Initiative der GEW hatte das Kultusministerium ab 2005 Modellversuche zur Neubewertung der Lehrer/innenarbeit zugelassen. Trotz guter Ergebnisse blockierte Kultusminister Helmut Rau im Frühjahr 2008 die Weiterentwicklung neuer Arbeitszeitmodelle.
Stächele favorisiert offenbar ein Modell, das 2004 bereits erfolglos in Hamburg eingeführt wurde. Dort werden nur Fächer unterschiedlich gewichtet, es fand kein Abschied von der "Häppchen-Pädagogik" im 45-Minuten-Takt statt und die Arbeits- und Lernbedingungen an den Schulen blieben unverändert.
Weitere Informationen: www.gew-bw.de
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