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Tag der Talente: Talentschmiede Deutschland

Mehr zu: Deutschland, Hochbegabung, Jugend forscht, Schavan, Wettbewerbe, Schule
Berlin, 22.09.2008 -

Auch wenn man nicht zu denen zählt, die jeden Kopfrechen-Wettbewerb gewinnen, Kreativität und Neugier hilft jeder und jedem: in der Ausbildung, Schule oder Freizeit. Deshalb fördert die Bundesregierung Talentwettbewerbe.

Heute war der "Tag der Talente" in Berlin. Bundesbildungsministerin Annette Schavan lud dazu rund 300 Preisträgerinnen und Preisträger der bundesweiten Schüler- und Jugendwettbewerbe sowie die Teilnehmenden der internationalen Wissenschaftsolympiaden ein.

Schon zwei Tage zuvor trafen sich die Gewinnerinnen und Gewinner in Berlin. Sie konnten hier an verschiedenen Workshops teilnehmen. "Das Denken verstehen!", hieß beispielsweise einer davon. In den vergangenen Jahrzehnten nahmen über vier Millionen Schülerinnen und Schüler an den Talentwettbewerben teil. Derzeit geben die Bundesregierung und die Länder dafür sechs Millionen Euro pro Jahr für die Talentschmieden aus.

Schavan freute sich über den Erfolg der Wettbewerbe. Zugleich bedauerte sie aber, dass sich immer noch so wenig Mädchen für die Naturwissenschaften interessierten. "Es ist mir ein besonderes Anliegen, jungen Frauen die Angst vor den Natur- und Technikwissenschaften zu nehmen und sie für ein solches Studium zu gewinnen", warb sie.

Geheimnisse des Erfolgs

"Man muss der eigenen Kreativität freien Lauf lassen." Damit erklärte Dominik Lahmann, Gewinner des Bundeswettbewerbs "Informatik", das Geheimnis seines Erfolgs. Seine prämierte Arbeit war ein komplexer Zeitplan. "Es ging darum, verschiedene Veranstaltungen und Personen zu koordinieren. Dabei galt es die Wünsche der Besucher sowie ihre Rolle - in diesem Fall ging es um Schüler und Dozenten - bei der jeweiligen Veranstaltung zu berücksichtigen", erinnert sich Dominik an die Aufgabe.

Dominik ist 18 Jahre alt und will Professor für theoretische Physik werden. Das können oder wollen nicht viele Menschen. Aber was er zum Lösen von Problemen sagte, gilt wohl für jeden: "Es gibt selten klare Lösungsvorschriften, sondern vielmehr viele verschiedene Möglichkeiten."

Ein anderer Preisträger ist Florian Berger, 14 Jahre alt. Er löste folgende gestellte Aufgabe: Aus vielen verschiedenen Metallplatten eine Batterie bauen. Mit seiner Lösung qualifizierte er sich mit sechs weiteren deutschen Schülern für die "International Junior Science Olympiad" in Taiwan. Dort behauptete sich der Leverkusener gegen die besten Schüler aus 36 Nationen in den Disziplinen Biologie, Chemie, Physik und Astronomie - und gewann die Silbermedaille.

Einige Porträts der Preisträger

Kontext:
Tag der Talente 2008

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