GEW Nordrhein-Westfalen
GEW sieht erste Erfolge beim Protest gegen Kopfnoten
Halbherzige Entscheidung
Mehr zu: Kopfnoten, Nordrhein-Westfalen, Zensuren, SchuleDie Landesregierung will die Zahl der Kopfnoten von sechs auf drei reduzieren, ansonsten aber keine Änderungen vornehmen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sieht diesen Schritt als ersten Erfolg der Proteste. Trotz ihrer grundsätzlichen Kritik an Kopfnoten hält die GEW es für unerlässlich, zumindest auf Abschlusszeugnissen und bei volljährigen Schülern auf Kopfnoten zu verzichten. Auch an den Grundschulen soll zum bewährten Gutachten über das Lern- und Arbeitsverhalten der Schüler zurückgekehrt werden.
GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber bewertete das Evaluationsverfahren, mit dem das Dortmunder Institut für Schulentwicklungsforschung vom Schulministerium beauftragt war, als "eigentümlich und intransparent". Meyer-Lauber wörtlich: "Als größte Lehrerorganisation hätten wir erwartet, dass die Schulministerin zumindest einmal mit uns über das Thema spricht." Die Kopfnoten sind nach Auffassung der GEW kein konstruktiver Beitrag zur Werteerziehung und zur Unterstützung der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schulen. Das Sozial- und Arbeitsverhalten der Schüler sei zu wichtig, als dass es mit Ziffernnoten als erledigt gelten könne. Meyer-Lauber abschließend: "Lehrerinnen und Lehrer brauchen mehr Zeit zur individuellen Förderung und zur Sicherstellung einer vertrauensvollen Feed-back-Kultur."
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