GEW Hamburg
Volksbegehren ´Eine Schule für Alle´ - GEW: "Die Diskussion um die gute Schule von morgen lässt sich nicht mehr aufhalten"
Mehr zu: Bildungschancen, Deutschland, Gemeinschaftsschule, Gesamtschule, Hamburg, Schulstruktur, Volksbegehren, SchuleZum Scheitern des Volksbegehrens "Eine Schule für Alle" erklärt der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft / GEW Hamburg, Klaus Bullan:
"Wir sind an der zweiten Hürde der Volksgesetzgebung gescheitert und müssen diese Niederlage akzeptieren. Die Frage jedoch, wie Kinder künftig lernen dürfen und die Forderung, dass der Zugang zu Bildung in Deutschland unabhängig vom sozialen Status sein muss, sind damit nicht zu den Akten gelegt. Vielmehr sind nun alle Beteiligten gefordert, einen Weg zu finden, der hin zu längerem gemeinsamen Lernen führt und die Tür aufstößt für ein sozial gerechtes Schulsystem."
Bullan weiter: "Das Thema Schulstruktur wird in Hamburg extrem polarisiert und politisiert behandelt. Die Parteien SPD, CDU und GAL konnten sich nicht durchringen, das Ziel der Einen Schule für Alle deutlich zu unterstützen bzw. haben sich sogar klar dagegen gestellt. Die mehr als tausend Aktiven, die drei Wochen lang auf der Straße, im Arbeitsumfeld, bei Veranstaltungen und im Freundeskreis Unterschriften gesammelt haben, haben sich dadurch nicht entmutigen lassen. In unzähligen Gesprächen wurde deutlich: Die Volksinitiative ´Eine Schule für Alle´ hatte das richtige Ziel und konnte in der Debatte deutliche Impulse setzen. Wie ein Stein, der ins Wasser geworfen, unaufhaltbar Kreise nach sich zieht, wird die Diskussion nicht mit dem heutigen Tage enden. Bei allem Bedauern über den Ausgang des Volksbegehrens sind wir uns sicher: Dieses Scheitern bedeutet das Ende der Volksgesetzgebungsverfahrens, nicht aber ein Ende der Bewegung für längeres gemeinsames Lernen."
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