Mediadaten | Impressum | Feedback | RSS | Mobil | Newsletter
Letzte Änderung: 25.05.2012, 16:56
  • Delicious_bw
  • Studivz_bw
  • Facebook_bw
  • Twitter_bw
  • Drucken-grau
  • Versenden-grau

RSE meint passgenaue Lösungen vor Ort

Präsident Klaus Wenzel: "Das vom BLLV entwickelte Konzept zur "Regionalen Schulentwicklung´ darf nicht missverstanden werden"

Mehr zu: Bayern, Ganztagsschule, Hauptschule, Schulstruktur, Unterrichtsgestaltung, Schule
Berlin, 15.10.2008 -

"Der BLLV versteht unter ´Regionaler Schulentwicklung´ (RSE) weder die bloße Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen, noch automatisch eine sechsjährige gemeinsame Grundschulzeit. Unter ´Regionaler Schulentwicklung´ sind vielmehr passgenaue Konzepte zu verstehen, die auf die Besonderheiten einzelner Gemeinden und die Bedürfnisse der jeweiligen Schüler zugeschnitten sind und den Erhalt einer anspruchsvollen Schule am Ort ermöglichen. Voraussetzung ist, dass sich Schulen weiterentwickeln dürfen und sich Eltern, Lehrer und Schüler mit den neuen Schulen identifizieren können. Schule als Einheitsmodell hat ausgedient, Kompetenzen müssen künftig dezentralisiert werden, d.h. sie müssen in den Landkreis, in die Schulen und Gemeinden verlagert werden." Mit diesen Worten hat sich der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, in die aktuelle schul- und bildungspolitische Diskussion eingemischt. "Wir wollen nicht falsch verstanden werden." "Die Einheitsschule hat keine Zukunft mehr. Das hat der BLLV immer wieder klar gemacht. Was für den einen Landkreis gut ist, kann für den anderen schlecht sein", erklärte Wenzel.

Ausgangspunkt der Entwicklung zur ´Regionalen Schulentwicklung´ waren für den BLLV gerade die Unterschiede einzelner Landkreise in Bayern und die sich daraus ergebenden Probleme wie Schulschießungen, die betroffene Gemeinden empfindlich treffen. Mit dem Verlust von Schule geht immer auch eine Standortschwächung einher. "Bayern ist ein Flächenstaat mit großen lokalen und regionalen Unterschieden bezüglich der demografischen, wirtschaftlichen und infrastrukturellen Entwicklung. Das heißt, Orte, die z.B. mit massiven Bevölkerungsverlusten kämpfen, brauchen andere Schulkonzepte als Boomregionen", betonte der BLLV-Präsident.

Mit der "Regionalen Schulentwicklung" können pragmatische und passgenaue Lösungen entwickelt werden - "das kann unterschiedliche Ausformungen haben wie z.B. auch eine sechsjährige Grundschule, Kooperation oder auch Integration von Haupt- und Realschulen, aber auch eine Gemeinschaftsschule ist hier prinzipiell nicht auszuschließen." Entscheidend ist, dass die Qualität des Unterrichts sichergestellt ist und das Konzept von der Bevölkerung akzeptiert und getragen wird. Es geht um eine pragmatische Weiterentwicklung von Schulen vor Ort im Konsens aller Beteiligten. Dies ist besser als ein ideologischer Streit um die richuige Schulstruktur. Entscheidend ist auch, dass alle Schüler Abschlüsse erzielen, die ihnen weitere Perspektiven öffnen.

Wenzel: "Schulpolitik im 21. Jahrhundert muss sich davon lösen, ein für alle verbindliches Einheitsmodell vorzuschreiben. Vielmehr muss es möglich sein, für jede Region ein an den Bedürfnissen und Besonderheiten orientiertes Schulkonzept zu entwickeln und anzubieten. Damit lassen sich Schulschließungen im Hauptschulbereich verhindern. Damit lassen sich auch Modelle für eine längere gemeinsame Schulzeit von Kindern erproben und evaluieren, ebenso neue pädagogische Unterrichtskonzepte, wie z.B. rhythmisierte Ganztagsschulen, sowie eine dringend erforderliche neue Lern- und Leistungskultur, bei der nicht Noten im Vordergrund stehen, sondern die gezielte Förderung von Schülerinnen und Schülern. Außerdem lassen sich damit auch Akteure der Wirtschaft und des kulturellen Lebens in die Schulen einbinden."

Ansprechpartner

0 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)

Hinweis
  • Ein Enter führt zu Zeilenumbruch.
  • Hyperlinks bitte grundsätzlich mit "http://" beginnen (also z.B. http://bildungsklick.de/).
  • Kein HTML unterstützt.

Ihr Kommentar:

Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht):
Durch die Eintragung Ihrer E-Mail erkennen Sie die Kommentarregeln an.

47d88c62e4340054764e69cdcd33c03712dd137a
Bitte den Text aus dem Bild eingeben:


MELDUNGEN AUS DEN RESSORTS

Hochschule

Elixiere der Exzellenz

25.05.2012. (Deutsche Universitätszeitung) Sie sind die Zukunftshoffnung mancher Universitäten: die Institutes for Advanced Studies. Konzipiert als Kreativlabore der Spitzenforschung, leben einige von ihnen vom Geld der Exzellenzinitiative. Doch was wird, wenn diese Quelle im Jahr 2017 versiegt und der Bund ...

Schule

Sitzen bleiben bringt nichts

25.05.2012. (red/ots) - In vielen Familien leuchtet in diesen Wochen die Alarmstufe Rot. Der Grund: Bald gibt es Zeugnisse - und bei manchen droht die "Ehrenrunde". Genau diese würde Klaus Wenzel gern abschaffen. Warum erklärt der Vorsitzende des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes im Interview mit ...

Sonderthemen

Inklusionsfilm heute im Ersten

23.05.2012. (red/pm) Nach seiner erfolgreichen Ausstrahlung im vergangenen Dezember auf BR-alpha wird der Film INKLUSION – GEMEINSAM ANDERS nun auch im Ersten gezeigt, und zwar heute um 20:15 Uhr. Paul (Max von der Groeben) ist ein sportlicher, aber geistig leicht zurückgebliebener Junge. Steffi (Paula ...
in

Elementarbereich NRW | Medienschau Bildung

Meine Schulzeit auf didacta-bildungsklick.tv


Society in Science unterstützt postdoc Studenten überall auf der Welt. Unser Ziel ist Förderung der Forscher/innen.
ANZEIGE
Aktuelle Kommentare
Ein Tag Ein Preis Ein Deal. Marken-Schulranzen bis zu unglaublichen 80% reduziert. Scout, McNeill, Espri... und vieles mehr.
ANZEIGE
Unser Partner in Österreich
Bildungaktuell
Das eMagazin für Management, Personalwesen und Weiterbildung