Mediadaten | Impressum | Feedback | RSS | Mobil | Newsletter
Letzte Änderung: 08.02.2012, 17:28
  • Delicious_bw
  • Studivz_bw
  • Facebook_bw
  • Twitter_bw
  • Drucken-grau
  • Versenden-grau

Philologenverband Baden-Württemberg appelliert an den Bildungsgipfel:

Statt überflüssiger Strukturdebatten den Blick mehr auf eine konstruktive Bildungspolitik richten und die Arbeitsbedingungen an den Schulen verbessern!

Mehr zu: Baden-Württemberg, Bildungsgipfel, Gymnasium, Lehrerbildung, Lehrermangel, Schulstruktur, Schule
Stuttgart, 20.10.2008 -

"Wir begrüßen es, dass Bundeskanzlerin Merkel trotz der gegenwärtigen Finanzkrise das Thema ´Bildung´ ins Zentrum ihrer Regierungsarbeit stellt und nun zum Bildungsgipfel nach Berlin einlädt; denn eines steht fest und wird durch zahlreiche Studien belegt: Schüler brauchen genügend Lehrer, eine ihrer Begabung entsprechende Förderung und die hierfür erforderliche finanzielle Unterstützung durch den Staat, um gute Bildung als beste Zukunftsinvestition erfolgreich umzusetzen", so der Landesvorsitzende des Philologenverbandes Baden-Württemberg (PhV BW), Bernd Saur. Die Schulen dürfen mit der schwerer gewordenen Erziehungsarbeit nicht allein gelassen werden, so der PhV-Landesvorsitzende weiter mit dem Hinweis, dass die Elternhäuser, Medien und Gesellschaft ganz wesentlich an der Erziehungsarbeit beteiligt sind und sich dieser Verantwortung in stärkerem Maße stellen müssen.

Nach Auffassung des Philologenverbandes muss der Schulstrukturstreit schnellstens beendet und der Blick auf die wirklichen Probleme des Bildungswesens gerichtet werden. "Wir brauchen dringend eine Imageverbesserung des Lehrerberufs durch attraktivere und mit der Wirtschaft vergleichbare Arbeitsbedingungen an den Schulen, die einen guten Unterricht und die Umsetzung des Bildungsauftrags auf hohem Niveau ermöglichen", sagt Bernd Saur und fordert für Gymnasiallehrer zugleich eine deutliche Stundenentlastung.

Kritisch äußert sich der Verband über zurzeit praktizierte Verfahren zur Lehrergewinnung. Statt die Anfangsgehälter in allen Ländern auf ein attraktives Niveau anzuheben und fertig ausgebildete Lehrkräfte beispielsweise in Baden-Württemberg bereits zum 1. August eines Jahres fest einzustellen, werbe man bundesweit mit Anzeigenkampagnen auf dem nahezu leergefegten Lehrer-Arbeitsmarkt. Saur: "Wenn Lehrer am Beginn ihrer Berufskarriere weniger verdienen als ein Lehrling im dritten Lehrjahr, dann darf man sich nicht wundern, dass dringend gebrauchte Naturwissenschaftler in die Wirtschaft abwandern und Schulen Probleme bei der Unterrichtsversorgung bekommen." Und wenn sich in Lehrerzimmern beispielsweise acht Lehrer einen Tisch teilen müssten, der nur für vier bis sechs Personen vorgesehen sei, dann müsse man sich schon fragen, was dies mit Qualitätssicherung zu tun habe.

Der Philologenverband Baden-Württemberg erwartet, dass zur Verfügung gestellte Gelder jetzt vorrangig zur Senkung des Klassenteilers, zur Verbesserung der personellen und materiellen Rahmen- und Arbeitsbedingungen an allen Schularten und zur Senkung der wöchentlichen Unterrichtsverpflichtung der Lehrkräfte verwendet werden. Bernd Saur: "Wir appellieren an den Bildungsgipfel und an die Politiker aller Parteien, die Energien künftig besser zu bündeln und diese dann statt in langwierige Schulstrukturdebatten nun endlich in die Stärkung der bestehenden Schularten zu investieren. Wir appellieren auch an die Elternhäuser, durch gute Erziehungsarbeit eine positive Lernkultur, in der Fleiß und Anstrengung positiv bewertet und belohnt werden, zu unterstützen. Parallel zur Absenkung der Arbeitsbelastung müssen die Lehrerausbildung der Gymnasiallehrer an den Universitäten und die Angebote im Bereich der Fortbildung deutlich verbessert werden."

Ansprechpartner

0 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)

Hinweis
  • Ein Enter führt zu Zeilenumbruch.
  • Hyperlinks bitte grundsätzlich mit "http://" beginnen (also z.B. http://bildungsklick.de/).
  • Kein HTML unterstützt.

Ihr Kommentar:

Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht):
Durch die Eintragung Ihrer E-Mail erkennen Sie die Kommentarregeln an.

1a45d768e376d81ac84977a884cf8fcd0b20f7dc
Bitte den Text aus dem Bild eingeben:


MELDUNGEN AUS DEN RESSORTS

Schule

"Ein Kind mit Lernschwierigkeiten gehört auf eine Regelschule"

08.02.2012. (red) Mit der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen wurde in Deutschland ein Rechtsanspruch auf inklusive Bildung geschaffen. Aber der Ausbau inklusiver Bildungsangebote kommt in Deutschland nur schleppend voran. Von den 485.000 Schülern mit sonderpädagogischem ...

Sonderthemen

Kritik an mangelnder Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland

Berlin, 08.02.2012. (hib/AW) Das Deutsche Institut für Menschenrechte übt schwere Kritik an der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland. Der Institutsmitarbeiter Hendrik Cremer begrüßte zwar am Mittwoch Vormittag vor dem Familienausschuss, dass Deutschland die bei der Ratifizierung abgegebene ...

Kindergarten / Vorschule

EU-Kommission rügt deutsches Betreuungsgeld

03.02.2012. (dpa) – Die EU-Kommission rügt die deutschen Pläne zur Einführung eines Betreuungsgeldes. "Die EU-Kommission ist überrascht zu erfahren, dass es Ideen gibt, Frauen zu ermutigen, zu Hause zu bleiben", sagte die Sprecherin von EU-Sozialkommissar Laszlo Andor am 1. Februar in Brüssel. "Es gibt ...
in

Elementarbereich NRW | Medienschau Bildung

NEU bei didacta-bildungsklick.tv: CookUOS 2011/12

ANZEIGEN

Society in Science unterstützt postdoc Studenten überall auf der Welt. Unser Ziel ist Förderung der Forscher/innen.
ANZEIGE
Aktuelle Kommentare
Ein Tag Ein Preis Ein Deal. Marken-Schulranzen bis zu unglaublichen 80% reduziert. Scout, McNeill, Espri... und vieles mehr.
ANZEIGE
Unser Partner in Österreich
Bildungaktuell
Das eMagazin für Management, Personalwesen und Weiterbildung