Kultusminister Helmut Rau MdL hat heute (23. Oktober) im Rahmen des ersten "Treffpunkt Schule" die Freiburger Max-Weber-Schule besucht. Im Mittelpunkt stand der Dialog zwischen Schülern und Kultusminister. "Ich möchte von den Jugendlichen erfahren, welche Themen ihnen unter den Nägeln brennen", sagte Rau. Die neue Veranstaltungsreihe findet in Zukunft viermal jährlich an verschiedenen Schulen in Baden-Württemberg statt.
Die Schülerinnen und Schüler der Max-Weber-Schule hatten das Programm des Schulbesuchs vorbereitet und konnten dem Kultusminister ihre Wünsche, Anregungen und Ideen vorstellen. Nach einer Diskussionsrunde in der Aula mit allen Schülern hatten 40 Jugendliche aus allen Schularten der Schule die Möglichkeit, mit dem Kultusminister in kleinerer Runde in den Dialog zu treten. Zudem stellten Schüler Kultusminister Rau in einem Interview für die Schulhomepage Fragen zur aktuellen Bildungspolitik.
"Die Max-Weber-Schule steht stellvertretend für die vielen hervorragenden beruflichen Schulen im Land", sagte Rau. An der größten kaufmännischen beruflichen Schule Südbadens mit knapp 3 000 Schülerinnen und Schülern werden die Schularten Wirtschaftsgymnasium, Berufskolleg, Wirtschaftsschule, Berufsaufbauschule und kaufmännische Berufsschule sowie die Fachschule für Wirtschaft angeboten. Die Schüler haben die Möglichkeit, aus 18 verschiedene Ausbildungen zu wählen. Erlernt werden können beispielsweise die Berufe Fachlagerist, Pharmazeutisch-kaufmännischer Assistent oder Steuerfachangestellter.
Das berufliche Schulwesen in Baden-Württemberg habe Vorbildcharakter, das bestätigten nationale und internationale Vergleiche immer wieder, betonte der Kultusminister. In keinem anderen Land würden so viele junge Menschen ihr Abitur an einem beruflichen Gymnasium erreichen. Beim Bildungsmonitor der Stiftung Neue Soziale Marktwirtschaft belegte die berufliche Bildung in diesem Jahr den ersten Platz. 93% der Auszubildenden in Baden-Württemberg legen ihre Abschlussprüfung erfolgreich ab. "Damit ist das Land bundesweit an der Spitze", sagte Rau. Baden-Württemberg unternehme enorme Anstrengungen, diesen Spitzenplatz zu sichern. Der Kultusminister verwies auf die 530 Millionen schwere "Qualitätsoffensive Bildung" der Landesregierung. Von der darin enthaltenen schrittweisen Absenkung des Klassenteilers würden auch die beruflichen Schulen profitierten.