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Impulse für die interdisziplinäre empirische Bildungsforschung

Staatssekretär Prof. Dr. Lorz eröffnet das LOEWE-Zentrum "Center for Research on Individual Development and Adaptive Education of Children at Risk (IDeA)" in Frankfurt

Mehr zu: Bildungswesen, Forschung, Hessen, Hochschule
Frankfurt / Wiesbaden, 23.10.2008 -

"Mit dem Forschungsförderungsprogramm LOEWE dokumentiert das Land Hessen, dass es ihm mit dem Vorhaben, internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken, ernst ist." Das hat der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz, bei der Feier zum Start des neuen LOEWE-Zentrums "Center for Research on Individual Development and Adaptive Education of Children at Risk (IDeA)" in Frankfurt hervorgehoben. Im Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) überreichte er den Bewilligungsbescheid und mehrere Urkunden an den Direktor des DIPF, Prof. Dr. Marc Rittberger, und an die Vertreter der beteiligten Projektpartner, den Vizepräsidenten der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Prof. Andreas Gold, und die Geschäftsführende Direktorin des Sigmund-Freud-Instituts, Prof. Dr. Marianne Leuzinger-Bohleber.

Das Projekt unter der Federführung des DIPF hatte sich in der ersten Auswahlrunde des wettbewerblich organisierten Landesprogramms "LOEWE - Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz" Ende Juni 2008 durchgesetzt und wird seit 1. Juli 2008 vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst für die Dauer von drei Jahren mit rund 9,2 Millionen Euro gefördert. Für 2011 sind weitere 2,5 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Zur Sicherung der Nachhaltigkeit nach Ablauf der LOEWE-Förderung wird angestrebt, das Zentrum in die Bund-Länder-Finanzierung der Leibniz-Gemeinschaft zu überführen.

Das im Aufbau befindliche IDeA-Zentrum will empirisch fundierte Kenntnisse darüber erlangen, wie sich soziale und neurokognitive Risiken auf die kognitive Entwicklung und die schulische Leistungsfähigkeit von Kindern auswirken. Über die Erforschung der Bedingungen und Risiken kindlichen Lernens hinaus geht es auch darum, wie Lernumgebungen gestaltet sein müssen, um den Lernerfolg jedes einzelnen Kindes wahrscheinlicher zu machen.

"IDeA hat viele Innovationen zu bieten, und viele dürfen sich zu den Gewinnern dieses Projekts zählen. So profitieren der Forschungsstandort Frankfurt und der Arbeitsmarkt von den 60 neuen Stellen, die IDeA mit sich bringt", sagte Staatssekretär Prof. Dr. Lorz. Den jeweiligen wissenschaftlichen Fachgebieten und der pädagogischen Praxis eröffneten sich durch die interdisziplinäre empirische Bildungsforschung neue Erkenntnismöglichkeiten, weil IDeA einen multiperspektivischen Blick auf die vielen Einflüsse und deren Wechselwirkungen erlaube, die ein mögliches "Entwicklungsrisiko" für Kinder ausmachten. "Nicht zuletzt gewinnt die Bildungspolitik, deren Akteure die Erkenntnisse aus diesem Projekt nutzen können, wenn sie über Rahmenbedingungen des Bildungssystems entscheiden."

Im Rahmen der ersten LOEWE-Förderrunde unterstützt die Landesregierung fünf LOEWE-Zentren und fünf LOEWE-Schwerpunkte bis 2010 mit insgesamt 115 Millionen Euro. Rund 32 Millionen Euro sollen auf der Grundlage eines beschlossenen Landeshaushalts 2009 zusätzlich für das Jahr 2011 bewilligt werden. Der Staatssekretär wies darauf hin, dass dieser Betrag der Höchste sei, den eine hessische Landesregierung jemals zur Forschungsförderung aufgewendet habe: "Das streng wettbewerblich organisierte LOEWE-Programm eignet sich hervorragend zur nachhaltigen Stärkung der wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Innovationsfähigkeit Hessens, weil es den hessischen Wissenschaftseinrichtungen attraktive Perspektiven zur Schwerpunktsetzung und Profilierung, sowohl im Bereich der Grundlagenforschung als auch der angewandten Forschung, eröffnet."

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